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»Vielleicht," antwortete Sybille scheu.
„Aber wenn Du vermählt wärest mit Kummer, Ar-muth und stürmender Sorge, würde Dein Ehrgeiz, sotödtlich verwundet, nothwendig auch Deine Liebe tödten?"
„Nein, edler Lord, nein — kannst Du so in mirUnwürdiger der Weiblichkeit selbst Unrecht thun? denngewiß lebt der ächte Ehrgeiz nicht allein in den Güterndes Glücks. Gibt es keinen edlcrn Ehrgeiz als den derEitelkeit? gibt es keinen Ehrgeiz des Herzens? einen Ehr-geiz, zu trösten, zu mildern den Kummer derjenigen,die uns lieben und vertrauen? — einen Ehrgeiz, einGlück sich zu erbauen, das außer dem Bereiche des Schick-.salS liegt? — einen Ehrgeiz, eine hohe Seele liebevoll zustärken in ihrem Kampf mit einer gemeinen Welt — ihrenSchmerz in Schlummer zu lullen, ihre Sorgen durchLächeln in Frieden und Hciterteit zu verwandeln? Oh imich dünkt, eines Weibes wahrer Ehrgeiz würde am mil-chigsten sich erheben, wenn, im Angesicht des Todes selbst,die Stimme dessen, auf welchen fle ihr Leben hindurchihren Ruhm setzte, ihr zuriefe: „Du fürchtest Dich nicht,an meiner Seite zum Grabe und in den Himmel zu wan-dern!"
Süß und herzergreifend war der Ton, womit dieseWorte gesprochen wurden — erhaben und feierlich deremporgcrichtete, thränenvolle Blick, der sie zuletzt be-gleitete.
Und die Antwort ergriff und weckte den natürlichen,angeborenen Heldensinn dessen, der sie hörte, seineBnlwer's Romane. OVI. Z