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ander? Du — Du wirst mir sagen, was dieses schrecklicheSchweigen — was dieser Anblick zn bedeuten hat! Sprich,Vetter — lieber Vetter sprich!"
„Sprich!" rief Madeline, die endlich Stimme fand,mit dem scharfen, gespannten Ton des wilden Schreckens,in welchem kein Laut ihres natürlichen Wohlklangs zuerkennen war. Das einzige Wort tönte eher wie ein Angst-schrei, als wie eine Bitte, und so schneidend drang esdurch die Herze» aller Anwesenden, daß selbst die Gerichts-boten, trotz der Härte, zn welcher sie ihr Beruf hcrange-bildet hatte, empfanden, wie sie in diesem Augenblicklieber dem Tod hätten in's Angesicht schauen als einersolchen Aufforderung Folge leisten mögen.
Eine tvdtcnstillc, lange, furchtbare Pause! — end-lich brach Aram dieselbe. „Madcline Lester," sprach er,„zeige Dich würdig der Stunde der Prüfung. ErmuthigeDich; erhebe Dein Herz, bereite Dich! Du bist die Ver-lobte eines Mannes, dessen Seele vor den zornigenWorten der Menschen nie erbebte. Daran gedenke undfürchte Dich nicht!"
„Ich will keine Furcht zeigen — ich will nicht Eugen!Sprich nur, sprich!"
„Du hast mich geliebt, da man Gutes von mirsagte; vertrau jetzt auf mich, da man Nebels von mirsagt. Man klagt mich eines Verbrechens an — einesgrauenhaften Verbrechens. Zuerst wollt'ich Dir die wahreAnschuldigung nicht sagen; verzeih mir, ich that Dir Un-recht, jetzt sollst Du Alles erfahren! Ich bin eines Ver-