Der Gelehrte allcin in seinem Zimmer. Die Unterbrechung.— Getreue Liebe.
Uornt. Ock. XV. lib. I.
Allein ln seinem Liebllngszimmer, nm ihn her dieWerkzeuge der Wissenschaft, einige Schriften über astro-nomische Forschungen, einige andere von minder erhabe-nem aber noch abstrakterem Inhalt wie gewöhnlich aufden Tischen zerstreut — gab sich Eugen Aram den Betrach-tungen hin, die, wie er glaubte, seine Gedanken zmn l e tz-tenmal in Anspruch nahmen vor jenem großen Lebens-wechsel, der ihm die Einsamkeit durch eine Gefährtin ver-schönern sollte.
„Ja," sprach er, das Gemach mit gekreuzten Armendurchschreitend, „ja, Alles ist sicher! Er wird nicht zurück-kehren; zeugenlos schläft jetzt der Todte. Ich kann daslang umgetriebene Haupt an den Busen legen, der michliebt, und darf Nachts nicht auffahren und glauben, dersanfte Arm um meinen Nacken seh der Griff des Henkers.Zurück jetzt in dich selbst für ewig, mein geschäftiges Herz!