Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
96
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Na, ich saß da mit der tauben Alten, und wir tran-ken ans die Gesundheit des Mannes und Derer, die seinWeib werden soll, und es war säst zwölf Uhr, eh mir'seinfiel, daß es Zeit zum Heimgehen sey. So warf ichdenn meinen Mantel um der Mond stand am Himmel und ich ging durchs Holz und Fairlegh-Feld hinauf,nnd sang's Liedel, wie man 'n Steph Wrcnch gehenkt,denn der Wein hatte mich lustig gemacht! da sah ich aufeinmal was Schwarzes kriechen und kriechen, immerschneller hinter mir.her übers Feld, und dann grad aufsDorf zu. Ich stand still und fürchtete mich nicht im Ge-ringsten, obschon ich auf 'n ersten Anblick glaubte, 's seynichts Lebendiges. Und da kommts schneller und schneller,und da seh ich, daß es nicht Ein Ding war, sondern viele,viele Dinger, und machten's ganze Feld vor mir dunkel.Und was glaubst Du, daß es war? 'N ganzer Rudelgrauer Ratten, Tausend und aber Tausend, und vomHaus hier kamen fie her. Denn solch 'ne Herenwaareweiß zum Voraus, daß 'n Unglück auf 'nem Ort sitzt.Und so stand ich daneben an 'nein Baum und lachte, alsich die Teufelsthiere so an mir vorbeiziehen sah. Trapp,Trapp, und hatten gar keine Furcht vor mir ! aber 'nPaar sahen mich beseits mit ihren glitzerigen Augen anund zeigten ihre Weißen Zähne, als ob fie spotteten undzu mir sagten: ha! ha! Grete, das Haus, aus dem wirausziehen ist 'n fallendes Haus, denn der Teufel will dasSeinige haben."