Walter» sich de» unzusammenhängenden Segenswünschen»nd Wehklage» der Frauen des Hauses entzogen hatte,»rächten sich Ersicre, nur mit Mühe gegen den Eindruckankämpsend, welchen der Auftritt ihrem Gemüth zurück-gelaffen, von Neuem an ihr Geschäft.
„Es ist jetzt der Augenblick nicht," sagte Walter nach-denklich, „um Hausman in Untersuchung zu ziehen. Gleich-wohl darf Dies nicht vergessen werden."
Der Pfarrer schwieg eine Zeit lang, und entgegnetcdann als Antwort auf Walters Bemerkung, daß die be-absichtigte Unterredung mit Arams ehemaliger Hauswir-thin wohl einiges Licht auf den Gegenstand ihrer Nach-forschungen werfen dürfte. So begaben sie sich denn nacheinem andern Theil der Stadt, und langten bald vor einemvereinzelten Gebäude von verödetem Ansehen an, das schontn seinem Aeußern etwas Ungewöhnliches, Trübes, jaUnheimliches zu tragen schien. Ich weiß nicht, worin esliegen mag, aber gewisse Häuser bekommen durch ihreäußere Erscheinung eine Miene anfgedrückt, die geheim-nißvoll aufs Herz fällt — sie reden eine schwere, beäng-stigende Sprache, die uns dunkel an die Seele greift.Wir sagen uns dann: irgend eine Geschichte muß an die-sen Mauern kleben; irgend eine düstre Sage muß mitdiesen stummen Steinen verkettet scpn! Und im Hin-schauen fühlen wir Grauen und Neugier zugleich überuns schleichen. Won solcher Gestalt war das Haus, aufwelches der junge Wanderer jetzt blickte. Die Bauart ent-sprach einer früheren'Zeit, wie wie man Dies in alten