als sorgten wir in seinen alten Tagen für einen Freund,der in seiner Jugend gütig gegen uns gewesen ist/'
Waller lächelte über die eigenthümliche Liebenswür-digkeit des Gedankens.
„'S ist was gar Einnehmendes um einen Garten,Herr! — jeden Tag macht er nns was zu thun, und so,mein' ich, müss' ein Mensch es haben, wenn er ein glücklichLeben führen will."
„Das ist wahr," entgegnete Walter: und der Wirth,der in seiner Weise ein Gestchterkcnner war, wurde durchdie Aufmerksamkeit und die freundlichen Züge des Fremdenzum Fvrtfahren crmuthigt.
„Und dann, Herr, werden wir bei dergleichen Ge-schäften nie in unser» Aussichten getäuscht. Der Boden istnicht undankbar, wie, heißt es, die Menschen sind — ob-wohl ich sie, beiläufig gesagt, selten so gefunden habe.Was wir säen, erndten wir. Ich Hab ein altes Buch imkleinen Sprachzimmer liegen, Herr, durchweg übers Fi-schen, und voll so vieler schonen, erbaulichen Gedankenüber Landleben und stille Betrachtung und Dergleichen,daß man so großen Nutzen draus zieht wie aus einer Pre-digt. Aber meinem Dafürhalten nach sind alle diese Ge-danken noch mehr aufs Leben eines Gärtners als einesFischers bezüglich."
„Es ist allerdings esn weniger grausamer Berns,"antwortete Walter.
„Ja, Herr: und dann hat Einer an dem Schönen,das er selbst macht, an den Blumen, die er mit eigener