Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
48
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als sorgten wir in seinen alten Tagen für einen Freund,der in seiner Jugend gütig gegen uns gewesen ist/'

Waller lächelte über die eigenthümliche Liebenswür-digkeit des Gedankens.

'S ist was gar Einnehmendes um einen Garten,Herr! jeden Tag macht er nns was zu thun, und so,mein' ich, müss' ein Mensch es haben, wenn er ein glücklichLeben führen will."

Das ist wahr," entgegnete Walter: und der Wirth,der in seiner Weise ein Gestchterkcnner war, wurde durchdie Aufmerksamkeit und die freundlichen Züge des Fremdenzum Fvrtfahren crmuthigt.

Und dann, Herr, werden wir bei dergleichen Ge-schäften nie in unser» Aussichten getäuscht. Der Boden istnicht undankbar, wie, heißt es, die Menschen sind ob-wohl ich sie, beiläufig gesagt, selten so gefunden habe.Was wir säen, erndten wir. Ich Hab ein altes Buch imkleinen Sprachzimmer liegen, Herr, durchweg übers Fi-schen, und voll so vieler schonen, erbaulichen Gedankenüber Landleben und stille Betrachtung und Dergleichen,daß man so großen Nutzen draus zieht wie aus einer Pre-digt. Aber meinem Dafürhalten nach sind alle diese Ge-danken noch mehr aufs Leben eines Gärtners als einesFischers bezüglich."

Es ist allerdings esn weniger grausamer Berns,"antwortete Walter.

Ja, Herr: und dann hat Einer an dem Schönen,das er selbst macht, an den Blumen, die er mit eigener