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seiner Zärtlichkeit erhabener über bas wilde, knrze Lebender gewöhnlichen Leidenschaft dünken können, als die Liebezwischen Madeltne und ihrem Verlobten.. So für einandererschaffen schienen ihre Naturen! in so sanften Farbenund doch so treu wurde die feierliche, übergewöhnlichcStimmung des Einen von dem rcinern, aber beinah ebenso gedankenvollen Sinn der Andern zurückgespiegeltl.DerStrom ihrer Gefühle floß in demselben Bett, und ver-einigte sich in einem gemeinschaftlichen Quell. Was nock-dunkel und unrnhvoll in Arams Brust seyn mochte, wurdezurückgedrängt. Seit seiner Rückkehr war sein Gemüthheiterer und ruhiger, und er schien mehr geeignet, dieZärtlichkeit von Madelinens Liebe nach ihrem ganze»Wesen zu würdigen und zu erwiedern. Es gibt Sterne,die, mitblosem Aug gesehen, ein einziger zu seyn scheinen,in der Wirklichkeit aber zwei getrennte Lichtkörper sinddie sich um einander drehen und wechselweis ein in derSonderung vereintes Daseyn aus einander trinken. SolcheSterne schienen ein Vorbild unseres Paares zu seyn.
Hatte irgend etwas zur Vervollständigung von Ma-delinens Glück noch gemangelt, so half nunmehr der inArams Benehmen vorgegangene Wechsel dem Mangelgänzlich ab. Das plötzliche Aufschrecken, die unerwartetenVeränderungen in Stimmung und Miene, die ihm frühereigen gewesen, waren jetzt kaum oder gar nicht mehr be-merklich. Mit Vertrauen schien er sich den Aussichtenans die Zukunft htnzugebcn, und die gespenstischen Erin-nerungen an die Vergangenheit verschworen zu haben.