Er ging und sah und lächelte wie andere Menschen; erwar empfänglich für Das, was zunächst um ihn vorging,und nicht länger in Betrachtung eines fremden, von ihmverschiedenen Wesens in seinem Innern verloren. Einigezerstreute Bruchstücke seiner Dichtungen rühren ans dieserZeit her. Sie sind meistens an Madeline gerichtet. Zwi-schen den Betheurungen der Liede hindurch macht sich baldein wildes, überwallendcs, bald ein tiefes und gesam-meltes Gefühl seines Glückes bemerkbar. Man trifftmitunter sehr schöne Stellen in diesen Fragmenten, wiesie denn überhaupt ein echteres Gepräge des Herzens tra-gen,— natürlicher und wahrer find, als die Poesie, welchejener Zeit vorzugsweis angehört.
So verstoß Tag um Tag bis zum Vorabend der Hoch-zeit. Aram hielt es der Klugheit gemäß. Lestern zn sagen,er habe seine Rente verkauft und sep bei dem Grafen umden Jahrgehalt eingekommen. welchen ihm Dieser, wiewir bereits wissen, zugesagt hatte. In Bezug auf seineangebliche Verwandtin ließ er die Krankheit, von welcherer gesprochen, sich allmälig wieder legen. Gab ihm dochdie herannahende Festlichkeit eine anmuthige Entschuldi-gung, das Gespräch von jedem Gegenstand abznlenken,der nicht Madeline oder jene Feier betraf!
Es war am Abend vor der Vermählung; Aram undMadeline wandelten dem Thal entlang, das zum Hausdes Elfteren führte.
„Wie glücklich," sagte Madeline, „daß unser künfti-ger Wohnort dem Vater so nah ist. Ich kann Dir nicht