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ansstand, flüsterte er vor sich hin: „Nein, der Versuch istumsonst gemacht! nimmer, nimmer könnt' ich wieder hierleben— es muß so sehn — das HauS meiner Väter m u ßin eines Fremden Hände übergehen." Mit diesem Gedan-ken eilte er ans dem Gebäude nach dem Garten, und tratdurch ein Thörchen, das, halb geöffnet in den zerbrochenenAngeln hangend, zu dem grünen, stillen Heiligthum derTodten führte. Derselbe rührende Ausdruck von tiefer,ungestörter Ruhe, der einen Dorfkirchhof heiligt, — unddenjenigen, von welchem wir sprechen, mehr als die mei-sten andern — schwebte auch jetzt noch über der Stättewie vor Jahren, wo sei» junges Gemüth dort zu einemErnst gestimmt wurde, dem noch kein — Schmerz beige-mischt war.
Er ging über die rauhen Erdhügel, die Decken ent-schlafener Armen, hin und blieb bei einem Grabmal stehen,Las etwas höhere, obwohl immer noch bescheidene An-sprüche machte; noch war es von Regen und Jahres-wechsel nicht entfärbt, und hell und scharf in Vergleichungmit seinen Nachbarn erschien die kurze Inschrift:
kcnvlanä L.ester, odiit 1760, aot. 64.
Selig sind, die da trauern, denn sie sollen getröstet werden.
An diesem Grab verweilte der Reisende eine Zcitlangin ungestörter Betrachtung, und als er wegging, war dasgebräunte Roth auf seiner Wange erstorben, seine Angenwaren trüb, und der Stolz, der sich im Schritt eines jun-gen Mannes, in der Haltung eines Kriegers ausspricht,war aus seinem Gang verschwunden.