Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
95
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und unsaubre Nebenwege Vordringen konnte? Verlohntestchs der Zeit, tugendhaft zn sey» und zuzuschaucn, wäh-rend die Schlechtigkeit am Fest des Lebens schwelgte?Dieser Mensch war von den niedrigsten Leidenschaften, dengemeinsten Begierden durchdrungen: er befriedigte sie unddas Schicksal lächelte auf seine Wagnisse. Ich , der nonmeinem Herzen die ärmlichen Verlockungen der Sinneausgeschlossen, der nur ruhmvolle Traumbilder, erhabeneWünsche genährt hatte ich beraubte mich ihrer Früchte,zitternd, ohne Hoffnung, ohne'Lohn, in die Schnürbrnstmenschlicher Gesetze gebannt, die Kraft zur Tugendselbst verlierend, weil ich nicht ins Verbrechen hinüberstreifen wollte.

Finster und schnell überfielen mich dicke Gedanken,aber sie führten zu keinem Ergebnis'? lieber sie hinaussah ich noch nichts. Ich ließ den Grimm an meinemHerzen nagen und behielt äußerlich dasselbe ruhige, un-verdüsterte Benehmen bei, das in gleichem Verhältnis mitder Zunahme meiner geistigen Kräfte sich in mir ausgc-bildet hatte. In während ich mit dem Geschick haderte,hörte'ich nicht auf die Menschen zu lieben. Eifersüchtigsehnte ich mich nach Was? nach der Möglichkeit derMenschheit Dienste zn thnn. Von Kindheit an war ichgutmüthig und liebevoll gegen Alles um mich her gewesen;selbst das geringste Thier würde sich aus einem ganzen Hau-fen heraus zu mir als seinem Beschützer gewandt haben,

Alle unzweifelhafte Anekdoten über Arani bewähren seine