Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
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Menge mit Aufmerksamkeit, mit mir unbekannten Erwar-tungen an mir hängt, so kämpf ich, mein Lord, nicht miteiner Schuld, wohl aber mit Befangenheit. Früher nieZeuge einer Gerichts-Verhandlung, rollig unbekannt mitdem Gesetz, dem Gerichtsgebranch und dem ganzen rich-terlichen Verfahren, dürfte ich so wenig geeignet seyn,mich in gehöriger Art anszudrücken, daß man wohl mitGrund annehmen kann, meine Hoffnung sey schon über-troffen, wenn ich zur Sprache nur überhaupt fähig bin."

Ich habe, mein Lord, die Anklage verlesen gehört,worin mir das höchste menschliche Verbrechen zur Last ge-legt wird. Sie werden also der Weise Nachsicht wider-fahren lassen, worin ich, einzeln undungewandt, ohneHülfe einer Freundes, ohne Beistand eines Anwaltes,eine Art logischer Beweisführung zu meiner Vertheidi-gnng versuche. Was ich zu sagen habe, wird nur kurz,und diese Kürze das Beste daran seyn."

Mein Lord, der Inhalt meines Lebens widersprichtdieser Anschuldigung. Wer kann auf Das, was ans mei-nen früheren Zähren bekannt ist, znrückblicken und micheines einzigen Lasters einer einzigen Vergehung bc-züchtigen? Nein! nie entwarf ich Anschläge aus Betrug sann nie auf Gewaltthat griff nie das Cigenthumoder die Person von irgend Jemand an. Meine Tage ver-flossen in ehrlicher Arbeit, meine Nächte in angestrengtenStudien. Dieses mir selbst ertheilte Lob ist nicht an-maßend nicht außer meinem Zweck liegend. WelcherMensch, stürzte je aus einem nüchternen Leben, aus einer