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wo er sich noch eine Weile mit den Schaarwächtcrn unterhielt, eheer verschwand.
Vor dem Thore angelangt, begannen die Frauenzimmer denBerg hinanzusteigen. Der Weg war beschwerlich, denn ein schmaler,gewundener Fußpfad führte durch terrassenförmig angelegte Wein-berge, und den Gliedern derjenigen, welche ihn jetzt begehe» mußten,schien das Steigen sehr mühsam zu werden. Sie machten oft Halt,um sich zu verschnauben und auszuruhen, bis sie endlich an denTrümmern der alten Lagermauer anlangten. Hier setzten sie sichin tiefem Schweigen nieder, um wieder zu Kraft und zu Athen, zusommen. Ihr Pfad hatte sie nach dem äußersten Punkte deS Ge-birges geführt, der gegen das Thal, von welchem unsere Erzählungspricht, vorsprang.
Der Himmel war mit Lämmerwölkchen bedeckt, welche das Lichtdes Mondes so sehr dämpften, daß die Gegenstände unten nur inunbestimmten Umrissen erschienen, obschon hin und wieder die silberneScheibe, wenn sie gelegentlich in ein kleines Feld von Blau hin-einsegclte, ihr volles Licht niedergoß. Diese vorübergehende Beleuch-tung war jedoch von zu kurzer Dauer, als daß das Auge sich anden Wechsel hätte gewöhnen können, und ehe man etwas deutlichzu erfassen vermochte, fing der treibende Dunst schon wieder dieStrahlen des Gestirnes auf. Der melancholische Charakter der Stundewurde noch durch den ächzenden Ton deS Nachtwindes erhöht, dervernehmlich durch die Cedern raschelte.
Ein schweres Aufathmen der einen Person, aus deren Haltungund Anzug der höhere Stand zu entnehmen war, wurde von derandern als eine Erlaubniß zum Sprechen gedeutet.
„Dreimal in meine,» Leben habe ich jetzt diesen Berg bei Nachterstiegen," begann sie, „und nur Wenige von meinen Jahren könn-ten bei Hellem Sonnenscheine dieses Werk ausführen —"
„Bst, Ilse! hörst Du nichts Ungewöhnliches?"