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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Bergiß nichi, baß Du eine Mutter bist, und erfülle Deine Aufgabemit Klugheit."

Da sie in die Nähe des Pferdes gekommen Ware», auf welchemder Bürgermeister und seine Tochter ritten, so hörte Nlrika mit dergeduldigen Nachsicht, welche stets ihren Verkehr mit der alten Die-nerin bezeichnet-, zu sprechen ans. Aus dem Reste des Weges wurdenichts von Belang weiter verhandelt; aber sobald der Bürgermeistervor seinem Hause angelangt war, eilte er fort, um mit dem Ma-gistrate der Stadt eine geheime Berathung zu halten.

Der übrige Tag entschwand, wie es damals in den Städtenüblich war. Die Bogenschützen übten sich außerhalb der Stadt-mauer im Schießen, und die besser geschulten Arkebustre manövrirtenmit ihrer schwerfälligen, aber beziehungsweise gefährlichen Waffe;die jungen Leute beiderlei Geschlechtes tanzten, während die Wein-häuser mit Handwerksleuten überfüllt waren, die nach saurer Wochen-arbeit den wohlfeilen und gesunden Pfälzerwein mit schwerfälligem,thierischem Behagen hiiiuntergvffen. Da und dort zeigte sich einMönch der benachbarten Abtei in den Straßen, obschon seine Mienenicht mehr so gebieterisch und zuversichtlich war, wie vor deroffenen Verkündigung der Ansichten Luthers, die so viele von denLehren und Gebräuchen der herrschenden Kirche in Frage stellten.

Sechszehntes Kapitel.

»Der Welt entsag' ich und den Erdendingen.'

Roger».

Alan wird sich erinnern, daß die Zeit unsrer Erzählung inden schonen Monat Juni fällt. Die Sonne sank nieder im Westender weiten und fruchtbaren Ebene, durch welche der Rhein sich hin-windct ein schneller, edler Strom, der, ein kühner Sohn de»Gebirgs, aus den Pässen der Schweiz niedersteigt, um auf seinem