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§. 90.
Sftiemanb jiveifelt, baß und) bem etbifcben ©efehebie Erhaltung eines SJtenfchen bcr Erhaltung eines auße*ren ®uteö vorgejogen tverben foll. S3ei y bringenben Um=flanbcn läßt fid) bahcr aHerbingg bie Einwilligung be§Eigentümers vermuten; folglich bei) bemjenigen, berftcb ber fremben @ad)e jurn ClvettungSinittef in böchßer©efat)r bebienet, feine ftrafbare2tbficl>t annehmen.*)2)icfe ,£anblung aber gerabeju für eine rechtliche,welche roiber ben fid) nseigernben Eigentümer wohlaud) mit ©ewalt burcljgefefjet werben Durfte, ju erflcuren, bagegen erbeben fid) biele wichtige ©rünbe. 3ugefebweigen, baß ber SJtotbftanb öfter nur ein leeres,bem Eigentümer wenigstens ungegrünbet fdbeincnbeSSSorgeben, ober baff bcrüftotßanb nur au§ eigener 5£räg=beit unb Sorglofigfeit entßanben fepn fann; ^u gefcbweUgen, baß ber Eigentümer, ob eS gleid) bem 2lnbern nichteinlcucbtet, ftcb etwa in einer eben fo bebenf lieben Sage be*ftnbet: fo übt bcr Eigentümer, inbein er fein Eigentumfd)übet, iiur fein Stecht auS, unb begebt fomit fein Unrecht.®aß aber ber Eigentümer ungead)tet bcr fremben Stotbim rechtlichen Ißeft^e feines Eigentumes bleibe, wirb felbftvon ben ffiertbeibigern be§ Outrechts baburch jugegeben,baß ber Eigentümer, wie fie niebt in'2Cbrebe (teilen, fürbie S5enü|ung feiner @ad)e entfdfbigct iverben muß.SSermeigcrt er nun bem Stotbleibcnben ben ©ebraueb feinesEigetbutneS; fo förbert er ^war beffen Erhaltung nid)f,aber man fann nid)t behaupten , baß er ihn in berrechlichen ^rcrjljett , fid) ju erhalten, verhinbere(§.5). **) So roenig alfo ber ©einige, ber feine Schabevergrabt unter bem SSorgeben, baß er anbern in bemS3ervoUfommnung6red)te hinberlid) fep, für eig-
nen