gen, ohne Widerrede, da kannst mein' Hand auch noch in deinemGesicht spüren."
Die Mutter und Amcile suchten den heftig Erregten zu be-ruhigen, auch Vinzenz trat auf den Vater zu und sagte:
„Ich bitt Euch, haltet nur jetzt Friede. Wir werden uns alsBrüder vergleichen."
„Du willst mir auch dreinredcn? Wer bist denn du? Naussag ich, oder ihr habt die Wahl ob ihr zu der Thür' oder zumFenster 'nauswollet; 'naus alle beide, ihr dürfet mir nicht mehrvor die Augen bis ich euch ruf." Er ris; die Thüre auf undschob zuerst Vinzenz hinaus, der nur geringen Widerstand lei-stete, als er aber auch Alban anfasscn wollte, streifte dieser dieHand rasch ab und sagte in scharfem bestimmtem Tone:
„Vater, rühret mich nicht an. Ich geh allein, ich geh vonselber, und da schwör' ich's: nie, nie mehr komm' ich daher vorEure Augen, wenn Ihr mich nicht selber darum bittet."
Er nahm seinen breitkrämpigen grauen Hut vom Ofen-stängele und ging hinaus. Drinnen in der Stube hörte mannoch Schelten zwischen Mann und Frau und dann lautes Weinen,das erst aufhörte, als die Thüre zugeschlagen und dann nocheinmal mit dem Fuß darauf getreten wurde.
Am Röhrbrunnen stand Alban mit seinem Bruder und die-ser sagte:
„Alban, ich bin oft neidisch ans dich gewesen, aber jetzt mein'ich's gut. Du wirst sehen, ich werd' dir Alles geben, was rechtist."
„Ich brauch nichts von dir, du eher von mir."
„Sei jetzt nicht bös, ich kann nichts dafür. Sieh da, sieh her,siehst das da?"
„Ja, dein blindes Ang'."
„Und weißt wovon das ist?"
„Wie du vom Wagen gefallen bist. Was geht mich dasjetzt an?"
„Es geht dich an. Zum crstcnmale in meinem Leben sag ichdas, ich hab's noch nie über- meinen Mund bracht, aber jetzt,