wünsche noch einen weitern Zorncsgrund gegen seinen Lohn nndtheils um ihm diesen zu gewähren, theils auch um sich selber imGlanze zu erweisen, erzählte er nun, wie Alban alles verkehrtgethan und sich zuletzt noch berühmte, er habe die Brautfahrtnur gemacht, um seinen Vater zu betrügen.
Der Furchcnbauer verzog bei diesen Mittheilungen keineMiene, ja er hob das Glas auf um zu trinken, aber kaum brachte«r es an die Lippen als er er es wieder absetztc, es däuchte ihmalles wie Galle.
Der Lärm in der Stadt war heute dem Furchenbauer zutoll. Auf den Nachmittag hieß es, kämen Hunderte mit Doppel-büchsen bewaffnete Holzhauer von Wcllendingcn herüber, wo siesich beim Apostel unter Anführung des Lenz von Röthhausen,der sogenannten rothen Weste, sammelten, eine Volksversamm-lung sei in der Stadt angesagt und jetzt müsse Alles mitthun.Theils um diesen Fährlichkciten zu entgehen und in solchen Ver-hältnissen auf seinem Hofe zu sein, theils aber auch aus einer ge-wissen Bangigkeit um Alban eilte der Furchcnbauer mit Vinzenzvor der Zeit heimwärts. In jedem Dorfe, durch das sie fuhren,hics; es, daß sie nicht weiter können, im nächsten Dorfe seien Freischär-ler und rauben Alles und hätten es besonders auf die Pferde ab-gesehen. Man hatte ganz genauen Bericht und doch erwies essich in jedem Dorfe als unhaltbar und seltsamerweise glaubteman doch daran und je weiter man kam, schob sich immer Alleszurück.
Eine wunderliche Gcspenstcrfurcht hatte sich der Menschenam Hellen Tage bemächtigt. Der Aufstand, der den letzten Ver-such machen sollte, die Freiheit zu erobern, erschien zuerst als Ge-fährdung von Gut und Blut.
Der Furchenbauer hatte den Dominik mit dem Fruchtwagcnbald cingcholt, und so sehr war er von der allgemeinen Bangig-keit besangen, daß er fürchtete, die Freischärler hätten es aufseinen Fruchtwagen abgesehen. Er befahl daher dem Dominik,langsam weiter zu fahren, bis er Gegenbefehl erhalte.
Der Tag hatte sich ausgeklärt, der ganze Himmel war mit