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Die armen Kleinbauern und Häusler, die heule zu Marktegingen und ihre zusammengcschnurrten Kornsäcke bald wie einenZopf gedreht am Stocke auf der Achsel oder wie eine Schärpeum Schulter und Hüfte gebunden trugen, grüßten heute denFurchenbauer nur halb und lächelten.
Was geht denn vor in der Welt? . . . .
Das sollte sich bald zeigen.
Auf dem Korumarkte war heute eine seltsame Bewegung.Mitten unter dem aufgewirbelten Staub, unter Feilschen um denPreis und Abmesscn des Korns, sprach man von nichts als vonder Revolution im Nachbarlande und cs hieß, daß es auch hierbald losgehc.
Der alte Furchenbaucr stand ruhig an die ausgestellten Säckegelehnt, darauf nüt großen Buchstaben: Christoph Feilenhauerund die Jahreszahl geschrieben stand. Er mußte oftmals die Fragebeantworten, ob es wahr, daß sein Alban unter die Freischärlergegangen sei. Niemand konnte sagen, Woherdas Gerücht entstan-den war, und doch war es da.
Unter solchen Umständen war cs natürlich, daß es nach demhiesigen Landesausdrucke „abgehrte" d. h. daß die Frachtpreisefielen, und selbst zu niedrigen Preisen konnte man nicht verkau-fen. Der Furchcnbauer, der sonst das Unverkaufte in der Stadtlagern ließ, befahl jcht, daß Alles wieder aufgeladcn und heim-geführt werde; er traute der Sicherheit in der Stadt nicht.
Spitzgäbele war heute früher als sonst in der Rose; undwährend um ihn her Alles im wilden Gespräche über die Zu-stände des Nachbarlandes und des eigenen schrie und zankte, ließ sichder Furchenbauer vom Spitzgäbele das Nähere von der Braut-fahrt erzählen. Den Vinzenz hatte er beim Ausladen des Kornsgelaffen, er sollte dort helfen und auch nicht hören, was hiervorging.
Spitzgäbele glaubte dem Gerüchte, daß Alban unter die Frei-schärler gegangen sei, trotz der heftigsten Bethcuerungen des Fur-chenbauern ; er bewunderte wiederholt die unerschütterliche Ruhedieses Mannes, er glaubte nicht anders, als der Furchenbauer