aber habe Alles, man wisse nicht warum, vernachlässigt unddrunten am Felsen den ganzen Tag Geige gespielt.
Als Alban heimwärts ging, war es ihm immer als sprächeihm Jemand in's Ohr: „das ist ein Dvppelhof, das waren einstzwei Höfe, dein Vater will nicht leiden, das; du den Hof bekommstund die Vreni heirathest, gut, so zerreiß cs wieder, nimm den Hell-berger Hof für dich nnd die Dcinigen, das muß er thun." Al-ban war aber doch auch wieder ein stolzer Bauernsohn, berechtigtzu dem großen und ganzen Erbe, er warf den Gedanken weithinter sich, die Hälfte seiner Habe leichtfertig zu opfern und dochkam ihm wieder zu Sinne, daß der Nagelschmied und die Obedfüchtija auch von reichen Bauern abstammteu, warum sollte nicht einesvon des Nagelschmieds Kindern wieder zu reichem Bcsitzthumegelangen ? Alban sah weit hinaus in die Zukunft, wie einst aucherblose Nachkommen, die von ihm abstammteu, zu Taglöhnern wur-den, Vreni sollte glücklich sein, . . .-. aber die Schwiegereltern,die Schwäger und Schwägerinnen waren eine beschwerliche Last. —
Dort, wo eine auf Stützen umgelegte Tanne den Weg cin-hegt, dort wo der Fels jählings in's Thal abspringt, den mandes Eeigcrles Lotterbett nennt, wo drunten der Bach rauscht,den jetzt die Schneewasscr schäumend erfüllen, dort stand Albanlange an das Geländer gelehnt und träumte hinein in die dunkleNacht und in die ferne Zukunft. Die ganze Welt stand still undnur der Bach rauschte und manchmal war s, als ob mitten unterRauschen und Brausen die längst verstummten Saiten des Gei-gcrle tönten. Das war nur ein dünner Wasserstrahl, der klingendaus einer Felsenschrunde rann. Endlich machte sich Alban ent-schlossen auf mit dem festen Vorsatze, diesen Weg nie mehr in sol-chen Gedanken zu beschrciten; er war ein großer Hofbaucr undwar verpflichtet, eine Neigung in sich zu bekämpfen.
„Wenn ein Großbauer sich auch noch eine Frau nach reinerbloßer Herzcnsneigung wählen dürfte, daun hätten ja die ReichenAlles auf der Welt, Gut und Geld und alle Herzensfröhlichkcitauch noch dazu. Das war zu viel, drum ist's verthcilt; die einenhaben dies;, die andern haben das, und des Vaters Wille muß gelten: