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Bevor Alban schlafen ging, rief ihn der Vater zn sich undsagte ihm:
„Ich will dir ein für allemal zn wissen thun. Mach mirmitder Vreni keinen so Spas; mehr."
„Was bali ich denn than?"
„Du hast ihr gesagt, sic muß Bäuerin auf dem Furchcnhof» werden. Das geht über den Spaß. Oder willst's leugnen?"
„Nein, es kann sein, daß ich's gesagt Hab."
„Tn hast's gesagt. Punktum. Und so ein Spaß darf nichtmehr Vorkommen."
„Nein," schloß Alban und ging ticfathmcnd die Treppe hin-auf. Hatte er bei der ersten Probe seine Liebe verleugnet? Beialler innigen Hingebung, bei aller leicht beschwingten Freudigkeitlastete doch ein geheimer Druck auf dem Herzen Albans, der seinscheinbar so entschlossenes und festes Wesen in stillen Stundenzaghaft und zweiflerisch machte. Nicht sowohl das Hauswesen alsdie ganze starre Art des Vaters war ihm bei der Heimkehr fremdund unerträglich. Der Lehrer in der Ackcrbauschule hatte ihmbeim Abschiede ans Herz gelegt und die Mutter fast mit denselbenWorten das Gleiche wiederholt, er möge in Liebe und Demuthdie altgewohnte Weise des Vaters aufnehmen und ihm dankbarund erkenntlich sein, auch wo ihm seine Art widerstrebe. Wäre" Alban in ruhigen Zeiten wieder in das elterliche Hans eingetre-tcn, vielleicht wäre ihm das leichter gelungen, aber auch sehtwollte er vor.Allem ein gehorsamer und ehrerbietiger Sohn sein.Gr sagte sich nun, daß die Vreni alles für Scherz nehmen müsseund es war ja auch nicht mehr, und der Vater hatte Recht: solchein Verhältniß taugte nicht für ihn, er mußte einst eine Frauhaben, von deren Vermögen er die Geschwister auszahlen konntebei Ilebernahme des Hofes. Dennoch war Alban am andern Tageunlustig zur Arbeit und erbat sich vom Vater die Grlaubniß,nach Wcllcndingcn zu einer Volksversammlung zu gcheu, auf dereines Bauern Sohn, der Lorenz von Nöthhausen, genannt Lenzoder ancb die rothe Weste, durch seine körnigen und schlagfertigenWorte Alles entzündete.
Auerkach'S Torfg.' l. Bb.
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