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4 (1854)
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kein übrig Wort zu reden. Nie kam cs ihr in den Sinn, vonihrem Reichthum einen andern Genus; haben zu wollen als den,ihn zu erhalten und zu vermehren und wie sich's gebührt, denarmen Leuten der Gegend ihre Gaben zukommen zu lassen. Dieschwere Kriegszeit, die in den Anfang ihrer Ehe fiel, verschonteauch den Furchenhof nicht, ja sie brachte ihnen Noth und Gefahr.Gegen eine Einquartirung, die sich unziemlich gegen die schöneBäuerin benahm, fuhr Christoph mit der ganzen Heftigkeit seinesWesens auf und nur ein Zufall rettete ihn vom Todtschlage.Damals fühlte die Bäuerin recht deutlich, welch ein Mann derFurchenbauer war und in dem Gedanken, das; sie ihn hätte ver-lieren können, wie lieb sie ihn hatte. Nur das cincmal sagtendies die Eheleute einander und sonst nie.

Der Furchcnbauer lebte ganz für sich, er schloß sich an Nie-manden an, er hatte keinen Freund, keinen Vertrauten t mitseiner Schwester und mit seinem einzigen Schwager, dem Gips-müller, lebte er in oberflächlicher Beziehung, die sich nachmalsdurch einen Streit in gegenseitiges einander Vergessen verwan-delte ; nicht einmal mit seiner Frau beredete er was er Vorhalte, erwar eine einsame Natur, ohne Anhänglichkeit und ohne Abhängig-keit, man kann fast sagen, er selber war ein geschlossenes Gut.

Es kamen mehr Kinder als sonst in einem solchen Bauern-höfe gewöhnlich ist. Der Bauer war viel unwirsch; wenn er aberden Neugeborenen auf den Armen hielt, war er seltsam weichund liebevoll. Vier Kinder lagen auf dem eine Stunde weit ent-fernten Kirchhofe, drei Söhne und Amcile waren geblieben, derAlban war nach dem Schmalzgrafen der älteste,, Vinzenz derjüngste. Da wurde abermals ein Sohn geboren, und als zweiTage darauf Vinzenz mit dem Vater vomKvrnmarkte hcimfuhr,sagte der kecke Bursche:

„Vater, cs ist cin'Schand nud Spott und Ihr solltet Euchauch schämen wie ich, das; ich noch ein kleines Brüderchen be-kommen Hab." Der Furchcnbauer ward ob dieser Rede so wild,daß er ihn niederwarf und ihm mit dem Peitschenstiel so ins Ge-sicht hieb, daß er ihm ein-Aug ausschlug.