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4 (1854)
Entstehung
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sich immer erst erinnern, was er sei und was er hierzu thnn habe.Als ihn einst seine Braut eine graste Strecke Wegs heim geleiteteund unter dem Apfelbaum am Wegweiser sich niedcrsetzeu wellte,schrie er mit entsetztem Angesichte:

„Nicht, nicht, nicht, da sitzt ein Geist," und fort rannte er.

Andern Tages kam derHeiligcnpfleger von Sccbronn, brachtedie Brautgeschenke wieder zurück und löste das geschlossene Band,da Bläsi irrsinnig sei.

Eine tiefere Kränkung hätte Gottfried nicht erfahren können,als das: man seinen Sohn abwics und ihm solches nachsagtc. Grredete fortan kein übriges Wort mehr mit Bläst, der die Auflö-sung seines Bräutigamstandcs aufuahm, als ob das ihn garnichts anginge, er blieb still und schaute immer träumend drein.Sein Schwager war der einzige, dem er sich anschlost, er arbeitetelieber für ihn als im elterlichen Hause und wenn man nach demKornmarktc fuhr, der jetzt nach der Stadt verlegt war, leistete eram liebsten Kncchtesdicnste und blieb bei den Pferden. Dabei sahcr in gleicher Weise wie vordem frisch und jugendlich aus, nurhatte er die seltsame Angewohnheit, das: er aus manche Anredenichts antwortete, sondern nur still wehmüthig lächelte.

So vergingen drei Jahre. Als einst i» der Zeit der beginnen-den Heuernte Bläsi seine Pferde auf dem Marktplätze in derStadt tränkte, da kam Traudle zu ihm und winkte ihm schon vonferne, er sab sie kommen, aber er rührte kein Glied und danktenicht ihrem Ernste.

„Gottlob, das; du da bist," rief Traudle. Bläsi sah, dass seinePferde die triefenden Mäuler aus dem Troge hoben, er pfiff ihnenaber sie soffen nicht mehr und er führte sie in das Wirthshanszurück. Traudle konnte vor raschem Athmcn nicht sprechen, sie gingneben ihm her und sagte:

„Bläsi, wach auf, Schlafenszeit ist vorbei."

Er sah sie kaum an und band die Pferde wieder an die Krippe.

„Hörst mich denn gar nicht? Ich Hab dir was Gutes zu sagen,an das kein Mensch denkt. Um Gottes willen, bist denn wirklich