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4 (1854)
Entstehung
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307
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in deinem Haus ist mir's so heimelig gewesen und cs ist mirAllerlei durch den Kopf gangen, aber wie ich gehört Hab, daßman aus meinen Vater schimpft, da ist mir wieder alle Gelüstvergangen, ich bleib in keinem Haus, wo man so über meinenVater redet, er hat das beste Herz von derWelt, freilich schwach ister, aber er muß selber am meisten darunter leiden und es hat keinerdas Recht darüber zu schimpfen. Jetzt Bläst, jetzt mußt du mir hel-fen, ich weiß nicht mehr wo ich bin und was ich zu thun Hab."

Mit einem stolzen Selbstgefühle seiner Männlichkeit erklärteBläst, daß er sich das schon ausgedacht habe. Erdmuthe solleihrem Vater das Geld für die Ueberfahrtskosten geben und mitdem klebrigen nach Hollmaringen kommen, dann sei beiden Thci-len geholfen. Statt diesen Vorschlag, wie Bläst erwartet hatte,als klug zu loben, sagte Erdmuthe:

„Ich möcht' ihm lieber Alles lasten, ich will gar nichts mehrmit Geld zu thun haben, es graust mir davor; andere Mädlehaben gar nichts damit zu schassen und ich muß mich so viel mit'rumplagcn."

Bläst fand das letztere richtig, wenn er auch nur halb denWiderwillen Erdmuthes anerkannte, er wiederholte ihr, daß siegroßjährig sei und daß es eine Sünde wäre, das Geld an Cyprianzu verschleudern.

Mitten im sonnigen Erleuchten der Liebe Erdmuthe's zogplötzlich eine verfinsternde Wolke darüber; sie hatte zu oft undJahre lang von dem Geize der Gottfricdischcn reden hören undsie sah auch Bläst davon befangen. Wenn es nicht wäre, warumwill er nicht dem Vater Alles geben, uni sie zu retten? Blästdeutete die Veränderung ihres Antlitzes und ihr Verstummenanders. Er rieth Erdmuthe, da sie sich vor dem Austrage derSache fürchte, wieder ins Dorf zu seiner verhcirathcten Schwesterzurückzukehrcn und ihm allein oder seinem Schwager Alles zuüberlassen. Das wollte und konnte Erdmuthe nicht, sie mußtemit ihrem Vater allein zurecht kommen, sie durste auch sein Ver-trauen auf ihre Rückkehr nicht getäuscht haben; mußte er nichtan der Welt verzweifeln, wenn sie, seine letzte Hoffnung, ihn hin-

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