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Es durchzuckte Seb sichtbar, als er das hörte, aber er sprachlauge nicht. Endlich erzählte er Zilge lachend, was das für eineLustbarkeit, ein Knixcn und Klappern und Schwingen gewesensei, als heute der Storch mit seinem Weibchen ankam.
„Die fangen jetzt von Neuem zu hausen an," schloß er, „unddas Weible ist ganz glückselig, weil sie eine Zeitlang von ihremManne fortgcwesen ist, und er das Haus neu hergcrichtct hat."
„Was geht mich das dumme Zeug an?" schalt Zilge schonim schwindenden Unmuth, und Seb war froh, das; sic nicht mehrmerkte und nicht mehr sagte.
Drei Tage arbeitete er nun an der Gartenmauer hinter desKüfers Haus, und oft, wenn er aufschaute nach dem in der Sonneblinkenden Thurmkrcuze, dachte er mit Schauder daran, wie erda oben geschwebt, und welche Gedanken ihm dnrch die Seelezogen, und doch waren es in Lust und Leid Uebermüthige gewesen;jetzt aber stand er wieder auf ebenem Boden in einem Eartcn-winkcl und führte eine ärmliche Mauer auf. Wie er die Steinewälzte und meißelte, hob und legte, so hob und legte er manchenGedanken hin und her, aber wie cr's anch richtete, es blieb beidem alten Vorsatze, wie bei einem unabänderlichen Banrisse. Amdritten Abend war die Mauer fertig und Seb raffte mit einemschweren Seufzer sein Handwerkszeug zusammen. Er wußte es,Las war seine letzte Arbeit im Dorfe. Er war jetzt los undledig.
Am Morgen früh zog er seine Gemeindeschuhe an und sagteZilge, daß er sich in der Fremde Arbeit suchen wolle, hier zuLande, wo er Meister sei und Gesellen gehalten habe, könne ernicht mehr als Geselle arbeiten. Zilge, die ehedem seinen Stolzgereizt hatte, daß er Meister werden und selbst Bauten auffüh-ren solle, wollte jetzt diesen Stolz beschwichtigen, aber es gelangihr nicht mehr und sie ließ endlich Seb mit bangem Herzen schei-den.
Er sagte ihr noch, wie viel sie von der Gemeinde für denKirchenbau zu bekommen habe und bing seine Uhr, die er schonin der Tasche hatte, wieder an den Nagel. Zilge wollte, daß er