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triumphirte sein Herz, sic hatten Alle bewundernd einsehen ge-lernt, welch' ein muthrwller, geschickter Mann er war; und siesollten noch weiteres Unerwartetes kennen lernen. Zilge warnicht unter den Versammelten. In seinen krachneuen Schuhenmit dem siegreichen Handwerkszeuge in der Hand ging Seb wieein Siegesheld durch das Dorf.
Aus allen Häusern glückwünschte man ihm, als käme er voneiner großen Reise, er dankte freundlich. Es war ein zweideuti-ges Lob, als ihm sein Nachbar der Küfer sagte: „Es scheint, dukannst besser in den Himmel als in den Boden bauen." Dennochgab er ihm den Auftrag andern Tages eine eingesunkene Gar-tenmauer hinter dem Hause herzurichten, da sonst aller Bodenabrutsche. Seb sagte nicht zu und lehnte nicht ab.
Zu Hause traf er Zilge am Stickrabmen, sie beugte ihr An-gesicht tief auf denselben und redete kein Wort. Er nahm dieTaschenuhr vom Nagel und steckte sie wieder zu sich. Die ganzeWelt hatte ihn triumphirend begrüßt, und nur Zilge sprach keinWort.
Er wollte eben im Zorn darob die Stube verlassen, als eran der Thüre wieder umkehrte und fragte:
„Zilge, verdien' ich gar kein Wort?"
Sie antwortete nicht und stickte weiter.
„Red', verdien' ich gar kein Wort?" wiederholte er zornig.
„Mehr als eins," erwiederte sie endlich, ohneaufzuschaueu.
„Und was?"
„Was ich nicht sagen will."
„Du mußt aber."
Laut weinend klagte nun Zilge, wie sündhaft er mit seinemLeben gespielt habe, das doch ihr und den Kindern gehöre. Sebstand einen Augenblick erschüttert von diesen Worten, und halbim Scherz erklärte er, daß die Gemeinde sie und die Kinder hätteerhalten müssen, wenn er gestorben wäre.
Mit einem eigenthümlichen Trotze entgegnete hierauf Zilge,daß sie allein sich und die Kinder erhalten könne, und sich nievon der Gemeinde erhalten ließe.