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klagt nicht und jammert nicht, denn cs weiß, der Mann bautund sorgt in der Ferne und holt es znr Zeit . . .
Der Speisbub, der für Scb den Mörtel auf das Dach trug,hatte ihn schon zweimal angcrufen, aber er hörte nicht und starrteauf das Storchennest. Endlich machte er sich wieder an die Arbeit.
Er verhöhnte sich und Zilgc oft, indem er am Abend sagte:„Jetzt hast doch kein eigen Haus, jetzt hat's die Hypothckcnschuld."Selbst die wicdcrkehrcndc heitere Laune der Zilgc mißstimmteihn. Er sah darin den thatsächlichen Beweis, das; sie alle Schuldauf ihn wälze und sich gar keinen Thcil davon zuerkannte.
Auf schwindelnder Höh'.
Am Morgen als das Decken des Thurmcs beginnen solltethat Scb seine silberne Sackuhr aus der Tasche und hing sic anden Nagel.
„Warum thust das? Nimm sic nur mit," sagte Zilgc.
„Ich hör' auf dem Thurinc schon schlagen, und . . . manweiß nicht, cs kann einem was passiren, man . . . man kannsich stoßen."
„Seb, sei heiter, unser Herrgott hält doch seine Hand überuns —"
„Ja, er kann aber keinen Regen schicken, der mir die Hypo-thckenschuld abwascht."
„Mit Fleiß und Sparsamkeit können wir schon manches ab-tragcn, bet' nur recht eh' du auf dcu Thurm steigst, und betauch, wenn du oben bist."
„Bet' du, du hast's an deiner Stickerei da geschickter."
„B'hüt' dich Gott Seb, und gcb mir auch ein' Hand."
„Ich bin zu alt zu solchen Kindcrposscu, du hast mich lauggenug warten lasten."
Dennoch küßte Scb beim Weggehen die Kinder, und reichteauch Zilgc die Hand. Zilgc, die sonst keine Minute unnöthig vonihrem Stickrahmen aufstand, nahm das eine Kind auf den Armund das andere an die Hand, und stand lange Zeit auf der An-