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4 (1854)
Entstehung
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erhalten, obgleich bei seinen jetzigen Vermögensverhältnissen vonder ausbedungenen vierjährigen Gewähr füglich nicht mehr dieRede sein konnte.

Kanin war das Haus nothdürftig hcrgerichtct, und die Fa-milie wieder eingezogcn, als Seb sich an den Kirchenbau machte,'er hoffte wieder frischer zu werden, wenn er nun wieder einefrenide Arbeit aussührte. Aber auch auf dem Kirchendache ver-gas; er sein Unglück nicht.

Die Wege der Eigensucht sind tief verschlungen. Seb wälzteimmer wieder die wesentliche Schuld seines Ungemaches aufZilge, sie hatte ihn als hoffärtige Bierbraucrstochter dazu ver-leitet ein eigen Haus zu bauen. Freilich konnte er sich immernicht verhehlen, das; ja Alles gut wäre, wenn er gut zu bauenverstanden hätte und Zilge Hatto keine Schuld daran, das; erseiner Unerfahrenhcit vertraute und die Warnungen des Vatersüberhörte, aber doch lies; ihn der Gedanke nicht los: das ganzeUnglück wäre nicht da, wenn er nicht ein eigen Haus gebauthätte. Wäre er seinem Plane gefolgt und hätte er nun sein Geldin einem Acker stecken, könnte man es leichter wieder heraus-kriegcn und sein Glück an einem andern Ort versuchen, die Weltist ja so weit. . . Bei dieser letzten Wendung seines Nachdenkenshielt er oft still, und ihm schwindelte nicht vor der sichtbarenTiefe unter ihm, aber vor einer andern, die sich in ihm aufthunwollte. Und zu diesem inncrn Sinnen gesellte sich plötzlich einäußeres Wahrzeichen.

Zu allen Zeiten hat das zweiflerische und sorgenvoll bewegteMenschcnhcrz sich gern aus dem umgebenden Naturlcben, dassich in stetigen Gesetzen hält und bewegt, Rath und Richtungerholt.

Als Seb dem Storchennests ans dem Giebel nahe kam,starrte er lange darauf. Das Storchcnmännche» war schon da,es säuberte das verlassene Nest und setzte cs neu in Stand, eshungerte gern bei der Arbeit, und erst wenn Alles wieder inder Richte, und Nahrung wieder ringsum vollauf, fliegt cs zurückmnd holt das Storchcnweibchen. Das Weibchen in der Ferne