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Denken und Arbeiten war darauf gerichtet, die Schulden,die sie noch vom Hausbau her hatten, abtragen zu helfen, undbevor das Töchterchen angekommen, war dieß gelungen. DasHaus war vollständig bezahlt und Vieles in dasselbe eingeschafft:wohlgcmuther sah kein Ehepaar drein, und fröhlicher grüßteund dankte kcins als Seb und Zilge, wenn sie Sonntag Morgensmit einander zur Kirche gingen und aus derselben heimkchrten.Dieser gemeinschaftliche Kirchgang ist oft eine selbständige heiligeFeier, der die eigentliche nicht glcichkömmt. Zilge sagte einst aufdiesem Kirchgänge zu Seb:
„Wenn ich so mit dir geh, jetzt vor Gott und der Welt deinund du mein, da ist mips gar nicht als ob wir zwei Menschenwären und Jedes für sich allein gehen könnt! Und jetzt könnenwir bald unser» Johannes mit nehmen und da sind wir dannbeide in Einem Stücke. Und unser Haus Hab ich mit der Nadelund du mit dem Hammer ausgcbaut. Man könnt' ein Räthseldrauf machen."
„Ich glaub nicht, daß der Pfarrer mir was besseres sagenkann als du", crwiedcrte Seb lächelnd und noch in der Kircheans ihren getrennten Plätzen schauten sie oft einander an.
Der Grund wankt.
Es war gegen den vierten Frühling, da regnete es wochen-lang unablässig: man sah die jenseitigen Waldbcrgc den ganzenTag nicht, die Tannen an der Westseite des Hauses sausten undbrausten unaufhörlich und ein brauner Strom stürzte am Hausedie Wiese hinab.
Seb grub dem Wasser einen Graben, etwas entfernt vonder Mauer; aber der Ziegler, dem die Wiese gehörte, that Ein-sprache: wenn das Wasser nngcsammelt den Berg hinabrollte,tränkte cs die Wiese, und jetzt riß es eine tiefe Schrunde hinein,und floß unnützlich ab. Die Sache kam vor den Schultheiß, undSeb war mit seinem besten Freunde im Widerstreit.
In einer Nacht schrie Zilge plötzlich auf, sie wollte gespürt
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