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und von den jenseitigen Bergen wicderklangcn. Zilgc war nichtswenig stolz, da sie hörte, das; man ihr als „Frau Baumeisterin"ein Hoch und abermals Hoch ansbrachte.
Sie lächelte ablehnend, aber sie hörte cs doch gerne, wennman sic sortan auch nur scherzweise Frau Banmeisterin hieß.Das war ein einträglicher und ehrenvoller Scherz, und einmalsagte sic sogar im Stillen zu ihrem Scb: Ein Mann, der Häuserbauen könne, brauche nicht mehr Maurermeister, er könne wohlBaumeister heißen; in dieser bösen Welt aber hätten die großenHerrn alle schönen Titel für sich allein genommen.
Scb gab seinem crstgeborncn Sohne den Namen des Schuß-Patrons der Bangcwerkc: Johannes.
Die Schwalben vor dem Fenster zwitscherten, wenn Zilgeihr Kind in den Schlaf sang, und sie, die allezeit still und sin-nend war, erweckte auf einmal einen ungeahnten Schaß von Lie-dern, die ihr im Gedächtnisse schlummerten; sic sang sie demKinde und sich selber zur Lust.
Und wenn Zilge bei der Arbeit stille war, sangen ihr dieSchwalben ihre geheimnißvollen Weisen. Ja, man thut den Schwal-ben Unrecht, wenn man ihnen nur ein Zwitschern znerkennt. Wennsie so ruhig auf der Dachfirste sißen, schlingen sie Töne in ein-ander, so innig, so aus tiefster Seele und so fein, daß es ist alssänge Jemand das schönste Lied, aber nur mit halber Stimme,nur für sich, nur in sich hinein. Sängen die Schwalben so lautwie Nachtigall und Lerche, man hörte nur noch ans sie. Wirdcs einmal einen nie dagcwesenen herrlichen Frühling geben, indem das leise halbstimmige Singen der Schwalben zum schmet-ternden Klange wird? Oder können sic nie ans voller Brustlaut hinaus jubeln, weil sie doppelten Frühling doppelte Hcimathund eigentlich keines recht und einzig haben? ... Es ist dasbcßte Zeichen einer von Sorgen befreiten und froh gewecktenSeele, wenn sie sich hinein versenken will, in das gehcimnißvolleLeben von Pflanze und Thier und sich selber drin vergißt.
Zilge konnte allerlei denken und grübeln, ohne doch je inihrer Thätigkeit lässig zu sein, ja sic war emsiger als je, ihr stetes