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4 (1854)
Entstehung
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er immer einen so rothcn Kopf, daß man meinte, das Blut würdeihm zu den Adern heraussprißen. Die Mutter wollte den Arztdarüber befragen, und als sie dies einst ihrem Vetter Schlägcl-baucr klagte, hörte Franzseph, der in der Kammer seine Zigarrerauchte, diesen sagen:

Schneid ihm die Blutadern ans seiner Soldatcnmntze her-aus, dann ist dein Franzseph gesund. Leid v nicht, daß er Zi-garren raucht, dazu braucht man eine dritte Hand und kannnichts dabei schassen. Aber da ist Alles kurz beinander, deinFranzseph ist halt ein Faullenzcr, der kehrt sich Morgens sieben-mal im Bett und wendet dem Teufel den Braten."

Schnell riß Franzseph die Kammerthür ans und rief:

Saget mir das noch einmal ins Gesicht hinein, freiheraus."

Kannst's haben: ja, du bist ein Faullenzcr."

Wenn Ihr nicht der Vater von der Madlene wäret, lägetIhr jeßt am Boden."

Da müßt' ich auch dabei sein. Freilich, du hast deine Kräftegespart, du bist ausgernht: aber wegen meiner Madlene, da thndir keinen Zwang an, aus die Art ist's mit euch ans, daß du'snur weißt."

Der Schlägclbauer bekam wieder seinen schweren Husten unddie Mutter beschwichtigte den Streit und hieß Franzseph wiederin die Kammer gehen; sie geleitete dann den Vetter bis vor dasHaus und Franzseph hörte noch wie sie sagte:

Mein Franzseph ist ja der beste Mensch von der Welt."

Das ist wahr", erwicdcrte der Schlägelbauer,cr wär mireher ein bisle schlimm. Ich brauch keinen so Gutedel."

Ich bin ein Faullenzcr!" ries noch Franzseph znm Fensterhinaus und hoffte mit diesem Selbstbekenntnisse einen großenSieg gewonnen zu haben, die ganze Welt sollte es hören, welchein himmelschreiend Unrecht ihm geschah und Alles, vorab derSchlägclbauer, sollte ihm Abbitte thun.

Aber der Schlägclbauer schaute sich nicht um und Franzsephbetrat die Schwelle seines Vetters nicht mehr; er sah seine Blad-lene nur noch auf verstohlene Weise, die aber meist schweigsam