Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
187
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»üt der Zeit die Erneuerung des starken in sich gefesteten Baucrn-tbums darstcllcn. Faber sah es gern, das; Franzseph an seinenVersuchen und Studien zur bessern Ausnutzung der vorhandenenBodenkräfte Thcil nahm und Franzseph war gern mit ihm, theilsum der besonder» Ehre willen, theils auch weil Faber in einernoch immer fremden Zurückhaltung nie ermahnend in seine An-gelegenheiten ciugriff, während er sonst überall gröbere oder fei-nere Stichelredcn über seinen halben Müßiggang hören mußte.

Lässige Menschen und ein solcher war Franzseph su-chen vornehmlich Umgang mit Halbfrcmdcn oder uuterthänigSchmcichlcrischen i für Franzseph gehörte Faber zu den erstercnund der Dorfschütz zu den letztere». Darum schloß er sich fast nurdiesen an und schien heiter und wohlgcmuth. Dennoch fehlteihm die rechte Herzensfrcudigkeit, Alles war ihm wie mit einemträgen Nebel verdeckt, durch den nur die Liebe zu des Schlägel-baucrs Madleue oft wie ein Heller Stern hindurch schimmerte!manchmal fürchtete er aber fast die Vereinigung mit Madleueund sah sich einer Sklaverei entgegen gehen, in der er über jedeStunde und ihre Arbeitspflicht Rechenschaft geben müsse, manch-mal hoffte er auch wieder, wenn er erst Madleno ganz sein neu-nen würde, müßte wieder frische Regsamkeit in ihn kommen unddie oft unerklärliche Trübsinnigkcit schwinden. Diese Hoffnungstand nun aufs Neue im weiten Felde, denn der Schlägelbauerwurde von Tag zu Tage unwirscher, wollte von Verspruch nichtswissen und verlangte vor Allem ein Aufgcbcn der Kameradschaftmit Faber. Franzseph sah darin nur eine Beschönigung der Feind-seligkeit, da der Schlägclbaucr behauptete, ein Bauersmann, derkeine Kapitalien habe und von der Ernte leben müsse, könne sichnicht in solche Sachen einlasscn wie der Wasserstiefel. Franzsephantwortete hierauf kaum, er wußte es ja besser, daß er mit sei-nem jetzigen scheinbaren Nichtsthun mehr gewinne, als wenn ersich Schwielen an die Hände und Schweiß auf die Stirne arbeite.In lässigem Trotz ritt und fuhr er um jede Kleinigkeit in dieStadt und machte daheim immer ein saures Gesicht als suche eretwas oder plage ihn ein geheimes Leiden. In der That hatte