willst. Alban, jetzt werden wir ja glücklicher als wir» je gedachthaben. Jetzt leg deinen Stolz ab und es ist Alles gut."
„Für deinen Vater sorg' Ich und nicht mein Bruder. Erbat nicht mehr als ich auch. Ich und die Meinigcn wir nehmennichts geschenkt. Laß mich."
Er riß sich von Vrcni los und stürmte in die Stube. Vin-zenz zuckte zusammen als er ihn sah.
„Du hast nichtsda zu schaffen. Marschirdich," gebot Alban.
„Das Haus ist mein," cntgegnete Vinzenz, „und ich kanndich 'nausjagen."
Der Nagclschmied stellte sich vor Alban und Vinzenz verlies;die Stube.
Ter Nagclschmied redete nun dem Alban gütlich zu unddieser sagte endlich, er müsse seinem Bruder nach und noch ein-mal im Guten mit ihm reden. Er eilte von dannen und riefseinen Namen. Unweit des Felsens, dort wo sic gestern amletzten Marksteine gesessen, von dorther hörte Alban das Belleneines Hundes und eine Stimme rief: „Fass'ibn!" Der Greifsprang wie ein Tiger au Alban empor, aber dieser kam ihmzuvor, faßte ihn am Genick und schleuderte ihn in die Schlucht.
„Tu hetzest den Hund auf mich!" schrie Alban, rannte nachseinem Bruder, faßte ihn und stnmm rangen die Beiden miteinander; da polterte cs, es war kein Geländer da, und fest ein-ander umklammernd stürzten die Beiden den Felsen hinab undder Vach spritzte auf.
Wo ist dein Bruder.
Dunkle stille Nacht als Alban erwachte. Er griff um sichund schaudernd prallte er zurück, er faßte ein Mcnschcnantlitz.Die Erinnerung tauchte in ihm auf, das war Vinzenz, sein einesAuge glitzerte starr in der dunkeln Nacht. Er rief ihn mit Namen,er wusch ihm das Antlitz, kein Laut, keine Bewegung. Er legtesein Ohr an das Herz des Bruders. Ach zu spät! Dieses Her;schlug nicht mehr. Er rief laut um Hülfe zu Gott und den Men-