Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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Der Furchcnbauer that freundlich und unbefangen, und dochbrannte es ihm im Innern. Er hatte gedacht, seinen Alban zubefreien, er hatte sich doch übereilt, und jej;t konnte er es vorden fremden Menschen nicht. Wer weis;, was der wilde nundoppelt verhetzte Bursch im ersten Augenblick anfängt?

Der Furchcnbauer mußte im wahren Sinne des Wortes ineinen sauren Apfel beißen und zwar in mehr alseinen; er mußteseine Frucht proben und proben lassen, er mußte die Männerim Garten in den Scheunen geleiten und zuletzt in die Stubeführen und Spitzgäbele ließ nicht ab, bis der Furchenbauer denfremden Herren zeigte, was für einen guten Tropfen ein Ober-länder Bauer im Keller hege. Glücklicherweise war der Wein-keller ein anderer als der, darin der Gefesselte lag. Spitzgäbelewar auch eine Art Patriot, er machte sich stolz damit, den frem-den Herren zu zeigen und zu erklären, was hier zu Lande einBauer sei. Wie war cs dem Furchenbauer zu Muthe als er jetztseinen übermäßigen Reichthum und den Segen der geschlossenenGüter preisen hörte, und wie bei einein solchen Bauer „dieZeinsle singen."*) Es wurde Nacht bevor Spitzgäbele mit sei-nen Herren davon fuhr, sic hatten hier gegen 400 Simri Aepfeleingckauft.

Während der Furchcnbauer mit den Fremden zu thun hatte,stand Ameile wiederum bei Dominik im Garten.

„Ich hab's gewußt, daß du kommst, du hast müssen kom-men", sagte sie nach den ersten Begrüßungen. „O Dominik!Wie sieht's bei uns aus. Ich thät' sterben vor Gram wenn ichnicht dich hätte. Laß dich nur nicht verscheuchen, du mußt dableiben; ich muß einen Beistand haben, cs kann jeden Augen-blick auch gegen mich losgehen. Du bist mein' Hülf und meinZuflucht und mein Alles." Natürlich war Alban bald der ein-zige Gegenstand des Gespräches. Ameile konnte sich gar nicht er-klären, wohin er verschwunden war, die Mutter glaube, daß ernach der Stadt vor Amt sei, sie aber habe ihr nicht gesagt, wie