Während dies im Keller geschah hatte die Bäuerin ihre großeNoth im Hause. Bettelleute aus allen Himmelsgegenden warenangekommen, denn es war bräuchlich, das; der junge Lchnholdallerlei Geschenke beim Gutsantritte austheilte. Die Obcdfüchtispielte lustige Tänze vor dem Haus. Die Bäuerin sand keinenGlauben, das; ihr Mann noch nicht abgebe und sie brachte sichdie Leute erst vom Halse als sie Mehl und Schmalz und Brodund Kartoffeln vertheilte. Sie seufzte endlich erlöst auf, da tratciuc neue Gestalt ihr vor die Augen.
„Dominik, was thust denn du da?"
„Ich Hab gehört, daß, daß —"
„Das; Untereinander bei uns ist und da willst du ihn nochvergrößern ?"
„Nein, ich Hab eben sehen wollen, ob man mich nicht brau-chen kann. Wenn ich unwerth bin, kann ich schon wieder gehen,aber ich —"
Ich kann dir nichts sagen, ich weis; selber nicht, ob ich nochda hergchörc, ob ich noch auf vcr Welt bin, und jetzt kommst duauch noch und jetzt geht die Geschichte mit dem Mädle nocheinmal an."
„Ich Hab mit den; Alban was zu reden."
„Darf ich's nicht wissen?"
Dominik erstarb die Antwort auf den Lippen, er starrte dreinals sähe er ein Gespenst. War das der lebende Furchenbaucr odersein umwandelnder Geist? Wenn er's selber war hatte er sich inden acht Tagen fürchterlich verändert. Der Furchenbaucr sah ihnsteif an, seine Lippen zuckten, aber er sprach kein Wort, er wuschsich die Hände in der Küche und sagte endlich:
„Weißt noch Bäuerin? Wir habeneinmal dcnTürklean denApostelwirth verkauft gehabt und nach drei Tagen ist er wiederkommen mit dem abbissenen Seil. Der da ist grad wie der Türklc."
„Ein Hund bin ich grad nicht," knirschte Dominik.
„Gehörst aber auch nicht hierher. Willst dir was zu essenholen? Sichst übel aus. Gelt, in Nellingen geht's magerer zuals bei uns?"