Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
158
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Ter Dekan erklärte, das; er am Morgen früh wieder abrcise,der Gipsmüller verlies; mit seinen Töchtern bald das Haus. —

Am Morgen führte ein Knecht den Dekan nach der Stadt,Alban wirthschaflete im Hause umher als wäre gar nichts ge-schehen ; er schien den Plan in der That ausführen zu wollen,bei Lebzeiten des Vaters keinen öffentlichen Widerstreit anzu-fachen. Der Bauer stand in der Stube und sah, die heiße Stirnean die Scheiben gedrückt, dem widerspenstigen Sohne zu. EinGedanke durchfuhr ihn und er bäumte sich hochauf. Er trat zuAlban und befahl ihni einen Sack Kartoffeln anfznladcn und siein den Keller zu tragen. Alban gehorchte, der Vater folgte ihm,er befahl ihm den Sack in einem abgesonderten Verschlage aus-zuleeren. Kaum war Alban in demselben als der Vater hinterihm zuriegelte und ein Schloß vorlegte.

„Was soll das?" fragte Alban.

„Ich will dich in Schatten stellen, daß dich die Sonne nichtverbrennt."

Mit einem heftigen Griff und noch einem riß Alban dasLattcnwerk zusammen und stieg heraus, aber jetzt faßte ihn derVater und warf ihn zu Boden.

„Vater, was ist das?" ries Alban, „Vater, es ist keiner inder ganzen Gegend, der mich zwingen kann, Ihr könnet's, weilich mich nicht wehren darf. Lastet los, auf diese Art zwinget Ihrmich nicht, so nicht."

„Aber so," keuchte der Furchenbauer, er hatte sich sein Hals-tuch abgcknüpft und band damit Alban die Hände zusammen,dann schwur er, ihn nicht ans Tageslicht zu lasten bis er nach-gebe.

„Du bist mit dabei gewesen," schloß er, „wie ich gehörtHab: in alten Zeiten hat der Vater über Leben und Tod seinerKinder richten können. Ich bin noch aus der alten Welt. Ichwill dir zeigen, daß ichs bin."

Er sprang behend die Treppe hinauf uud wälzte mit unge-wohnter Kraft ein Fas; und mehrere Kartoffelsäcte auf die Fall-thüre.