Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
155
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„Und Schnißgeigcrlc's," höhnte der Fnrchenbaucr. Niemandhörte darauf, Alles beschäftigte sich nur mit Ammrei und brachtesie immer mehr zum Reden. Ein Jedes fühlte die Erfrischung,das; ein harmloses Gcmüth unter ihnen war, das von allemWirrwarr nichts wußte und wollte. Das Kind fand sich selbstge-fällig in die Rolle, daß Alles sich ihm zuweudcte und plauderteallerlei kunterbunt durcheinander, Kluges und Albernes, aberAlles wurde belacht. Selbst der Großvater konnte nicht umhin,seine Miene zu einem Lächeln zu verziehen; man sah es ihm aberan, nur die Oberfläche erheiterte sich, in der Tiefe grollte undkochte ein gewaltiger Zorn. Desto glückseliger war aber die Mutterund Ameile mit dem Kinde. Ein Enkelkind am Tische der Groß-eltern schmückt und erheitert denselben mehr als die schönstenBlumen. Das Kind darf reden was und wann cs will und Alleswird mit Freude begrüßt und ein Jedes hat zu erzählen, wasdas Kind heute gesagt und gethan und wie Alles lieb und ge-scheit sei. Vor Allem strahlen die Großeltern in Freudenglanzund was einst in dem Kinde aus dämmerigcrJugcnderinnerungersteht, wenn die Großeltern längst nicht mehr sind, erblüht sehtin diesen als heiteres Ausschaucn in eine zukünftige und einevergangene Welt.

Das Abendessen ging durch das Kind ziemlich heiter vor-über. Nur einmal als Ammrei fragte:

„Alban, was machst für ein Gesicht? Bist bös mit mir?"sagte der Vater:

„Der? Der ist viel zu sanstmüthig, der beleidigt kein Kind."

Man stand ans, Ammrei betete vor, die Stimmen derMänner bildeten den dunklen Erundton zu der Hellen Stimmedes Kindes.

Alban wollte die Stube verlassen, da rief ihm der Vater:

„Da bleibst."

Alban sctste sich auf die Ofenbank, es gesellte sich Niemandzu ihm, er saß da wie ein armer Sünder. Da sprang Ammreivom Schooße der Großmutter und schmiegte sich an die KnieAlbans. Der Vater befahl Aincile das Kind zu Bette zu bringen,