Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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Alles zerstiebt ins Weite und Einer bleibt in derEnge.

Der Furchenbauor hackte seine Handart in die Thnrpfoste,das; die Wand dröhnte, dann ging er hinein ins Hans. DieMntter und Ameilc standen in dcrKnchd an, prasselnden Feuer,sic bereiteten das Festmahl, das den, heutigen Tage sich ziemte.Der Vater ging ohne Grus; an ihnen vorüber nach der Stube.Dort saß der Gipsmnller mit seinen Töchter» beim Dekan, die Mut-ter kan, hinter Vinzenz drein, sie mußte hören was vorging. Sichörte es nnr allzubald, denn der Bauer war rasend ob des wi-derspenstigen Sohnes. Niemand wagte zu widersprechen als derDekan. Ameile trug das Essen ans. Man setzte sich dazu nieder,aber cs dänchte Allen eher ein Leicbenmabl denn ein Freuden-fest.

Alban war nicht zu Tische gekommen, er hatte sich gleichnach der Stallkammer begeben, die Mntter hatte nach ihm ge-schickt, ja sie war selbst bei ihm gewesen, aber er gab Niemandeine Antwort, sondern sas;, das Antlitz mit den Händen bedeckt,auf dem Bette.

„Kommt der Bub nicht?" fragte der Vater. Die Mutterwollte Ameile nach ihm schicken, aber der Vater wehrte ab:

„Nichtsda, keine guten Worte, ich ruf ihn und ich will sehe»,ob er mir folgt oder nicht." Er öffnete das Fenster und ries inden Hof hinab:

„Alban, komm gleich 'rauf, Ich ruf dich!"

Kaum eine Minute verging und Alban trat in die Stube.Das Licht mochte ihn blenden, denn er rieb sich die Ange», alleRöthe war von seinen Wangen gewichen, sein Antlitz war lei-chenfahl.

Der Dekan und der Gipsmnller allein dankte» seinem Gruße,Niemand wagte es ein Wort an ihn zu richten. Nur die kleineAmmrei rief:

„Alban, setz dick hurtig her, die Ahne (Großmutter) hateinen ganzen Haufen Schnitz gekocht. Hast du Schnitz auch gern?"