Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
153
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Die Gerichte sollen entscheiden. Das Ent muß und muß gcthciltwerden."

Der Furchenbaucr war wunderbar ruhig, seine Züge wareneiscnstarr, er bückte sich selbst, hob den Hut ans, den Alban zuBoden geworfen hatte und setzte ihn Vinzenz wieder aufs Haupt.Dieser redete noch iimncr kein Wort. Man horte nichts als dasRauschen des Baches und Schreien der Raben im Walde. DerFurchenbaucr sagte endlich:

„Kommet heim. Oder Alban willst du gleich von hier auszu Amt? Ich steh dir nicht im Weg. Ich Hab dir nichts zu be-fehlen. Du willst mein Kind nicht sein, ich bin dein Vater nicht.Die Gerichte nehmen sich deiner an, und dort werden wir unssehen. Was hat das Geländer gethan, das; du mit dem Beildrauf loshaust? Hau da zu, da, da ist mein alter Kopf. KommVinzenz."

Der Vater ging mit Vinzenz davon. Als Alban seine Axtaus dein Balken zog, der qucrliegcnd am Rande des Feldwegesals Geländer befestigt war, kollerte der Balken krachend und kni-sternd den jähen Fels hinaus und klatschte drunten im schäumen-den Waldbache auf. Alban schaute nur eine Minute hinab inden Tobel und beugte sich hinaus, er konnte mit der Hand denWipfel einer hohen Tanne fassen, die drunten im Thale steht,der Bach war bald sichtbar, bald verschwand er unter vorsprin-gcnden Felsen. Alban war's als müsse er sich hinab stürzen, undwieder als zöge ihn eine Hand zurück, richtete er sich auf undfolgte dem Vater und dem Bruder hintendrein. Er kam sich Ver-lusten und verloren vor in der weiten Welt, und doch konnte ernicht anders und willenlos folgte er dem Schritte des Vaters;er war an seine Macht gebannt.

Das Hofgesinde stand am Thore und schaute verwundertans, das; keiner der beiden Söhne mit dem grünen Zweige aufdem Hute zurückkehrtc.

Alban drängte sich an die Seite des Vaters und dieser schrittmachtvoll und fest zwischen seinen beiden Söhnen dem Hause zu.Er dankte kaum dem Gruße seiner Dicnstlcutc.