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4 (1854)
Entstehung
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Jetzt erst fand Alban den Schlaf, der ihn Hoffnung undQual vergessen machte.

Während Alban nach dem Sclbstgelöbniß die ersehnte Ruhefand, war drinnen im Hanse heftige Zwiesprache und Unruhe.

Der Dekan schlief im Leibgcdingstüble der verstorbenen El-tern. Als ihn der Fnrchenbauer dahin geleitete, sagte er:

„Das versteh ich nicht. Der Herr Dekan (der Fnrchenbauerredete mit seinem Bruder stets in der dritten Person) spricht vonFriede und Verträglichkeit und hetzt das eigene Kind gegen denVater auf."

„Wie ihn ich denn das?"

,,Jn meinem Verstand heißt das aufgehctzt, wenn man demAlban sagt, er sei der Lehnhold und er sei morgen Nacht Fur-chcnbauer, und das wird er mit meinem Willen nie, und ichbab dem Herrn Dekan schon gesagt, warum ich den Vinzenz ein-fetzen muß."

„Eine Sünde an dein einen wird nicht dadurch gut gemacht,das; man eine Sünde an dem andern thut."

„So soll ich also meineidig werden?"

„Davor bewahre uns Gott. Für ein ungerechtes Verspre-chen kann der Buße thun, der es gegeben hat. Der Alban solldann etwas mehr hcrgcbcn, daß du dem Vinzenz eine Versor-gung kaufen kannst."

„Nein, nein, nie, der Alban kriegt meinen Hof nicht, derist vom Hirzcnbauer und denen die nichts als thcilen wollen,eingesteckt; der thät' den Hof, den wir von unfern Ureltern herhaben, unter seinen Kindern thcilen."

„Drum komm ihm zuvor und thcil' selbst."

„Das kann der Dekan nicht ernst meinen, er ist ja keinervon den Ncvoluzer, nie gewesen. Das wär' ja gegen alle recht-schaffene Ordnung."

„Setz dich, ich will dir was erzählen", sagte der Dekan undsetzte sich selber nieder. „Hör zu: Vor Jahren ist ein Mann zueinem Pfarrer in die Beichte gekommen, der nicht aus seinemOrt war, die Stimme war kräftig, etwas stolz im Ton, und viele

Slnerbach'S Dorfg. 4. Bb. 10