Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
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bricht sic Dominik und geht davon, denn er hörte wie die Stu-benthür sich öffnet. Die Bäuerin ruft Ameile in die Stube.

Bald kommt Ameile wieder, nimmt die kupferne Gelte undgeht damit zum Brunnen. Die Nacht ist stille und sternlos, amHimmel jagen sich die Wolken, aus den Ställen vernimmt maudas Kettcnrasscln der Pferde, das Brummen der Kühe und Dch-sen, ein lautes Zwiegespräch zwischen Knechten oder fremden Tag-löhncrn, das oft von Lachen unterbrochen wird, und der Kühbnbstimmt jetzt auf seinem Lager ein einsames Lied an.

Die Gelte ist schon lange bis über den Rand gefüllt undlauft über, aber noch steht Ameile mit auf der Brust über einan-der geschlagenen Armen träumend davor. Ein plötzlicher Wind-stos; macht den Hollunderbusch rauschen und sich beugen, derBrunuenstrahl wird seitwärts gebogen und Tropfen davon ge-rissen, die Ameile ins Gesicht spritzen, sie wischt mit der einenHand die Tropfen ab und steht wieder still. Jetzt vernimmtman ein Geräusch in der Stallkammer, Ameile ruft den Küh-buben um ihr aufzuhelfen, aber statt des Gerufenen kommt Do-minik.

Holst noch Wasser?" sagt dieser die Gelte Ameile anfsHaupt hebend und sie crwicdert:

Ja, und weil du da bist, grüß' nur dein' Mutter und sag'ihr, ich schick' ihr mit Nächstem was."

Dank, weis; nicht ob ich mein' Mutter seh."

Ja und wegen dem Ehrenpreis muß ich dir noch einmalsagen, du mußt dich mit freuen, du versündigst dich, wenn du'snicht thust. Ich freu mich auch mit. Es ist ja auch eine Ehre füruns, das; du so lang bei uns bist, und sei nur recht stolz."

Freilich, freilich", erwiedert Dominikgut Nacht."

Ameile geht nach dem Hause, aber schon auf halbem Wegebegegnet ihr die Mutter, die nach Dominik ruft und als dieserbei ihr steht ihm sagt:

Du mußt morgen in Reichcnbach anhalten und schauenwas mein Alban macht. Wir haben seit der Heuet nichts vonihm gehört. Des Nagclschmieds Vrcni soll jetzt auch in Reichen-