Druckschrift 
4 (1854)
Entstehung
Seite
13
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Ein Knecht mit verschiedenen Anliegen.

Nach geraumer Weile tritt der Dominik ein wir sehenjetzt schon, das; das der Obcrknecht ist und stellt sich ruhigwartend an den Tisch des Sattlers. Der Bauer liest noch einwenig weiter, dann sagt er aufschauend:

Dustehst heut Nacht um zwei auf und giebstAcht, daß gutgefüttert wird, besonders das Schwärzte, und vor Tag machstdu dich mit dein Schwärzte Wcllcndingen zu. Du fährst denHenncnwcg über Jettiugen, der Boden ist oben linder als aufder Landstraß und das Schwärzte hat Weiche Klauen, du thustrecht gemach und laßst dir Zeit. Daß du mir aber ja nicht überNellingen fährst, kannst deiner Mutter Bescheid geben lasten, daßsie zu dir nach Wellcndiugcn kommt. Du ziehst dein Sonntags-gewand an und in Wcllcndingen im Apostel wartest auf mich,wenn ich noch nicht da bin."

Ohne ein Wort zu sagen, will Dominik Weggehen, da ruftihm noch der Bauer nach:

Kannst dich auch freuen, du kriegst morgen eine Denkmünze,weil du jetzt schon bis Martini elf Jahr bei mir dienst."

Dominik stolpert über einen Stuhl als er die Stube verläßt.

Soll ich dir was mitbringen von Wellendingen?" fragtDominik in der Küche beim Pseifenanzünden das Ameile unddiese erwiedcrt:

Ich fahr mit dem Vater. So? Gehst du auch hin?"

Ja, und ich krieg ein' Denkmünz und das Schwärzle viel-leicht auch. Mensch und Vieh ist eins. Es ist nur schad, daß mandie Menschen nicht auch verkaufen und metzgen kann."

Der Dominik thät bitter und sauer schmecken", sagt dieGroßmagd, eine stämmige und handfeste Person, während ihrverliebter Blick sagt, daß ihr dieser grobe Witz keineswegs ernstwar. Ameile aber setzt hinzu:Es muß dich freuen, Dominik,daß du den Ehrenpreis kriegst. Wenn ich einDicnstbotcwär'"-

Dann wärst du nicht des Furchenbauern Amcile", unter-