Z 2. Arguin.
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Was aus diesem Stillleben sonst bekannt geworden und insonder-heit, wie die beiden Nachfolger des Groszen Kurfürsten für die ErhaltungArguins Sorge getragen, ist bereits im vorigen Kapitel erzählt. ZurErgänzung bleibt noch Weniges anzuführen. Dahin gehört vor allemder Bericht^ des im August 1708 in Emden eingetroffenen SergeantenChristian Düring, welcher im Wesentlichen Folgendes besagt: Bei seinerim März erfolgten Abreise sind im Kastell noch 11 Leute gewesen, undzwar der Kommandeur Reers, der Unterkaufmann Hans Christian Düring,der Schifsszmnnermann Jnkobus van Dort, der Konstabler Melchior Bogel,welcher zugleich Bäcker und Kellermeister war, der Zimmermann AldrichHendrix, der Gefreite Christian Choppin, der Schmied Heinrich Harmens,zwei getaufte Neger, Jakob van Westersoubonrg und Jan Blanck, vondenen der erste dem Kommandeur, der zweite der Kompagnie gehörte,endlich zwei ungetanste Neger, Alexander und Barck. Außerdem wohntenans der Insel noch sechzig streitbare Eingeborene, die mit Frau undKind etwa dreihundert Seelen stark waren. Sie alle haben sich müh-selig von Fischen, Eiern, Schildkröten und Vögeln ernährt. Das Kastellmit seinen Mauern, Batterien, Schießscharten und Thoren war noch ingutem Zustande. Zwei Cisternen, in denen sich während der MonateJuli und August gutes Regenwasser ansammelte, versorgten Arguin reichlichmit Wasser; eine dritte war im Bau. An der einen Cisterne hatte Reersden Namen Friedrichs I. in Stein mit lateinischen Buchstaben in derholländischen und in der Landessprache anbringen lassen. Das Gebietum die Insel Arguin" gehörte damals zwei Herrschern. Das nördliche,wo der Gummi wuchs, stand unter dem König Alixandoor, der imJahre1704,nachdem sein Bruder im Kriege gefallen, als vierzigjähriger Mann zurRegierung gelangt war. Mit ihm hatte man einen Kontrakt wegen desGummihandels noch nicht abgeschlossen. Sein Palais bestand nach DüringsWorten in einen: Zelte unter dem blauen Himmel. Sein Gefolge anvornehmen Eingeborenen war etwa 400 Mann stark; mit ihnen zog ervon Ort zu Ort, wo sie den meisten Regen und die beste Weide fanden.Sie hatten ungefähr 5- bis 6000 Stück Kameele, Kühe und Schafe, dieReichsten unter ihnen auch Pferde. ^ Das südliche Gebiet, ans welchemvorzüglich Straußenfedern kamen, beherrschte König Oly de Lemb, der fastbeständig mit seinem nördlichen Nachbar im Kriege lebte. Von eigen-thümlichen Gebräuchen der Arguiner, die sich zur muhammedanischen Re-
- Zu Protokoll erklärt, <1. 4. Emden, den 28. August 1708. 1t. 65. 30.
-0 Das Land Argien.
Ein Kameel — 1 2tück Kattun 200 holl. Gulden.
Ein Pferd 30 Kameelen.