Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
210
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210 Kapitel. Die brandenburgisch-afghanische Kompagnie.

Bor seiner Abreise übergab er dem Rathspensionär einen Reglements-

Lb ich gleichwohl weiß, daß von den Holländern nichts zu bekommen ist, alswas man mit Zangen daraus holet, so habe ich den Muth doch noch nicht ganz ver-loren, weil ich bemerke, daß der H. Rathspcnsionar F-agel uns nicht gänzlich zuwiderund S. Hoheit sich auch aus bekannten Ursachen nicht widrig bezeigen."b) Haag, den 19./29. November 1686 li. 65. 12:

Ich habe große Mühe mit allen Lxesptionibus. Es scheint, daß man diesenLeuten fünf Viertheil aus der Elle zumessen müsse, ehe sie zufrieden sein wollen."e) Haag, den 7./17. Dezember 1686 U. 65. 12:

Ich habe mich in dieser Sache gleichsam lahm geschrieben und gearbeitet. Ichbin auch versichert, daß unsere Partei in ihrem Gemüth convineiret. Jedennoch abererwarte ich nicht viel Gutes. Denn erstlich ist dieses ein Stich, der dieser Kompagniezum Herzen gehet, zum zweiten werde ich unter diesen Leuten wie die Pest gehasset,weil ich derjenige bin, der ihre Nudität vor aller Welt bloßgcleget und mich anncbstgenugsam des Sklavenhandels, der das Fundament des afrikanischen Oommoreii, be-mächtiget. Ich kann auch wohl sehen, wenn sie so viel Dukaten zu zahlen hätten,

als es ihnen leid, daß ich bei E. Chf. Dl. bin, sie würden es in einem Tage nichtabgethan haben."

ä) Haag, den 4./14. Januar 1687 U. 65. 13:

Raule klagt über den schlechten Fortgang der Verhandlungen und stellt anheim,falls ein Akkord nicht zu Stande komme, die Entscheidung einem Schiedsgericht zuüberlassen.

Gnädigster Herr, dieser ist für Ew. Chf. Dl. Oommsroisn und Seefahrt einwichtiger Punkt, da alles an gelegen und da, dieweil er so lange behandelt wird, alleGesandte ihre Augen auf gerichtet. So Ew. Chf. Dl. nun allzu t'uoil darin sein, müssenwir die Gefahr stehen, daß man uns nach diesem mehr ontraxirt. Und dann ist unserangefangen Handel todt. Jedennoch will ich den Bogen nicht zu hoch spannen, sondernmich mit einer billigen Zatnskaotion begnügen."

s) Haag, den 13./23. Januar 1687 L. 65. 13:

Fagel hat ihm angedeutet, daß man bereitwilliger sein würde, wenn die afri-kanische Kompagnie auf Taccarary verzichten wollte.

lh Haag, den 25. Januar / 4. Februar 1687 U. 65. 13:

Raule übersendet eine von dem Gesandten von Diest und ihm unter Zuziehungzweier Advokaten ausgearbeitete Rechtsertigungsschrift mit der Bitte, den Geheimen Rathdarüber zu hören.Denn weil man diese Sache hier für sehr wichtig ansiehet, alsworan die Freiheit der gesammten oft- und westindischen Fahrt hange, weßwegen sichdann auch die Stadt Amsterdam insouderheit interessiret, so halten wir dafür, daß esEw. Chf. Dl. hohe ^.ttsntion auch moritirs, selbst wenn Dieselbe auch keine Marineund OompLMis mehr zu halten gedächten. Denn, gnädigster Herr, was nun nicht ist,kann künftig sein. Vor 12 Jahren hatten Ew. Chf. Dl. nicht ein Schiff in See, vielweiniger gedachten Sie noch dermalen Ost- oder West-Indien zu befahren. Wer weiß,so Ew. Chf. Dl. oder Dero hohe Erben in der Seefahrt und dem Oommsroio oonti-nnirsn, ob Sie in den nächstfolgenden 12 Jahren nicht so mächtig darin sein werden,als viele andere Potentaten. Was mich betrifft, ich habe gute Oxiaion davon undhalte unterthänigst dafür, man müsse aufs wenigste das Recht, welches Gott und dieNatur Ew. Chf. Dl. verliehen, nicht weggeben. Es ist auch wahr, hätte ich sovielUMrobation gehabt, als ich mortiüeirst bin, es sollte vielleicht schon weiter damit