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1 (1889)
Entstehung
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20
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1. Kapitel.

Rath»" ernannt hat, wissen wir nicht, da eine Bestallung fehlt; es ist

L.o. 1647. Bargefallene Unkosten, seitdem ich Unterschriebener in den Dienst

Sr. Chf. Dl., meines gnädigsten Herrn getreten bin, nämlichZufolge der Order von Nr. Luzia in den Haag entboten, um mit Sr. Hoch-wiirdigkeit dem Lberkammerherrn zu sprechen — an Fracht: fl. 1— 8

Desselben Tags wie auch des Nachts bis zum Nachmittag des andern Tags

im Haag geblieben, verzehrt. fl. 3—18

An Fährgeld für mich und meinen Jungen zu Delft fl. .4

Des anderen Tags wiederum aus derselben Ursache in den Haag gereist fl. 8

Des Mittags .... verzehrt fl- 1—14

äito, wiederum im Haag gewesen, um S. Chf. Dl. zu sprechen, ....für Fährgeld fl- 8

des Mittags . . . gegessen fl- 2— 2

Nachdem S. Chf. Dl. in den Haag gekommen, habe ich Ihr mitgetheilt, was

in Frankreich passiert ist,.an Fracht fl. 8

Ox «lato in dem Samson verzehrt fl. 2— 2

Am 9./19. Febr. 1647 empfangen von S. Chf. Dl. das Koncept des Oktroiswie auch ox rlato angenommen und den Eid der Treue geleistet.

Für eine Wagenfahrt von Delft in den Haag (n. s. w.) fl. 16—13

Aus dieser Spezifikation (L. XI. 130. s7s geht soviel mit Sicherheit hervor, daßdie Bekanntschaft des Großen Kurfürsten mit ihm erst im Jahre 1647 stattgefnndenhat, hingegen bleibt zweifelhaft, au welchem Tage. Zur Rechtfertigung der im Textegegebenen Darstellung, welche von ihrer Quelle insofern abweicht, als sie die erste Be-kanntschaft mit Bestimmtheit in den Januar und den Tag der Beeidigung in den Märzverlegt, diene Folgendes: Im Februar ist der Kurfürst in Cleve, nicht im Haag ge-wesen; daß das Oktroi aus dem März stammt, bezeugt Schlezer (s. S. 20); derWortlaut spricht dagegen, daß die Übergabe des Oktrois und die Beeidigung durch einedritte Person, etwa durch den brandenbnrgischen Residenten im Haag, stattgefnnden hat.Es muß also Februar anstatt März als Schreibfehler angesehen werden. Wenn aucheine solche Annahme etwas Mißliches hat, so wird sie vorliegend dadurch gemildert,daß in derselben Spezifikation noch ein weit schlimmerer Schreibfehler verkommt. Siesoll nämlich chronologisch sein, und gleichwohl folgen auf das Jahr 1647 der Februar1649, diesem der März 1648 und die weiteren Monate fortlaufend bis zum Mai 1649;zweifelsohne soll es hier Februar 1648 heißen.

Die erste in der Spezifikation erwähnte Begegnung hat aber n. m. D. bereitsim Januar und nicht auch erst im März stattgefunden. Diese Vermuthung gründetsich vorzüglich darauf, daß der Kurfürst im März seinen Schwiegervater bereits inextremis angetroffen hat — Urk. n. Menst. Vd. 4, S. 312 —; es ist kaum denkbar,daß der Prinz ihm in seinen letzten Stunden Gijsels empfohlen hat und daß der Kur-fürst gerade um diese Zeit unverzüglich jene mehrere Tage in Anspruch nehmendenVorverhandlungen eiugeleitet hat, während die Annahme einer Fortsetzung der bereitsim Januar angeknüpften Verhandlungen nach des Prinzen Tode sehr nahe liegt.

Die Nennung von Burgsdorf und Cnyla endlich hat zu einer weiteren Auf-klärung nicht beigetragen, da ersterer zu beiden Zeiten im Haag gewesen ist — Urk.u. Aktenst., Bd. 3, S. 8 u. 1b; Bd. 4, S. 313 — und über des letzteren Aufenthaltdaselbst nichts hat ermittelt werden können.

°° Hepck, a. a. O., S. 138, spricht wohl ohne Grund von einer Ernennung