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dem Tische und schrieb in etwa einer halben 'Stunde seine Ent-scheidungen neben WurmserS Vorschläge nieder, während die Un-terredung zwischen Serruricr und Klenan stets fortdauerte. Alser ferrig war sagte er zu Klenan: Wenn Wurmser »och auchnur auf eL bis au Lage Lebensmittel hat und von Uibergabe spricht,so verdient er keine ehrenvolle Capitulation. Hier lind dieBedingungen, die ich ihm zngestehe, fügte er hinzu, indem erScmiueis die Papiere übergab. Sie werden darin besonders bemer-ken, vag er für seine Person frei seyn soll, weil ich sein hohesAlter und seine Verdienste ehre, und nicht will, daß er das Spferv n Inirigans werde, die ihm in Wien böses Spiel machen konn-ten. üeffnct er mir morgen die Thore, so bewilligeich ihm die hier niedergeschriebenen Bedingungen.Kögert er noch -4 Tage, einen Monat, ein Jahr,zwei, so soll er immer noch dieselben bekommen. Erkann also bis zum letzten Bissen Brodt anshaltcn.Ich selbst gehe sogleich über den Po und marschirenach Rom. Sie kennen meine Gesinnungen, hinterbringen Siesic Ihrem Generale."
Äiena», welcher bei den ersten Worten die Sache noch nichtbegriff, wußte doch alsdann bald mit wem er zu thnn habe.Er ließ sich die Bedingungen geben, und als er sie gelesen, fühlteer sich von Dank und Bewunderung über ein so großmüthigesund unerwartetes Benehmen durchdrungen. Von Verstellung warnicht mehr die Rede, und er gestand, daß sie nur noch auf 3 Ta-ge Lebensmittel hätten. Wurmser ließ den franz. Generalbitten, daß, da dieser über den Po gehen müsse, dies zu Mantuageschehen mochte, wodurch er viele Umwege und Schwierigkeiten ver-meiden könne. Es waren aber schon alle Vorkehrungen für dieRepe gctr.ffen. Wurmser schrieb ihm mit Ansdrücken seiner vol-len Dankbarkeit, und schickte ihm bald darauf einen Adjutantennach Bologna, um ihn von einem Vergiftungsanschlage zu unter-richten, der in der Romagna gegen ihn ausgeführt werden solle,indem er ihm aber alles Auskunft gab, wie er sich dagegen verwah-re» könne. Diese Warnvng war sehr heilsam. General Serrurierführte also das Präsidium b.i den Einzelnheiten der Uibergabe vonMantua und sah den alten Feldmarschall mit dem ganzen Genc-ralsrabe von dessen Armee bei sich vorbeidefiliren. Napoleon warschon in der Romaana. Die Gleichgültigkeit, mit welcher er sicheinem so schmeichelhaften Schauspiele entzog, wie ein Feldmarschallvom größten Rufe, Gencrallissimus der östreichischen Heese, der ander Spitze seines Generalstabs ihm seinen Degen übergab, gewährthaben müßte, war ein Gegenstand des Staunens, das ganz Eu-ropa ergriff.
Anmerkung des Herausgebers, wie sie ihm diktirt worden. —Alvrnzi hatte, was auch die verschicdne» Berichte darüber sa-gen mögen, Provcra einbegriffen, o»,»nu Mann. Die Slreitkräftein Tyrol betrugen über l>o,o»c>. Provera führte -5,ooo, davonnämlich 70,-0 hei St. Michael kämpften und i?,ooc> in zweiDivisionen auf Mantua verrückten. Von diesen ikt,onu blieben Zoo»zur Reserve, i kamen vor St. Georges an, und 5000 blie-ben an der Molinella, um Arrgerarr's Bewegungen znrückzuweisen,der dem .Hauptcorps rrachfolgte. Alles dies ward gefangen genom-men. Betrug die Aahl der Gefangenen in Provera's Colonne auchnur 7,n»o Mann, so lag dies daran, weil er zwei Treffen gelie-fert hatte, eins bei Anghiari und das andere bei St. Georges,auch die Bataille an der Favorite ausgehalten, die ihm viel Len-