Schlacht von Rivoli.
Seit Ergreifung der Offensive durch Provera, am i. Januar 1797,bis zu dem Fall von Mantua, den isten Februar — einZeitraum von vier Wochen.
I. Anstand von Italien. — Venedig hatte neue Aushe-bungen von Sclavoniern anbefoblen; täglich trafen neue Bataillo-ne in den Lagunen ein; die Partheien standen sich in »llen venctia-Nischen Städten gegen über. Die Citadelle von Verona und Bres-cia waren in französischen Händen. Unruhen, die zu BergamoanSgebrochen waren bewiesen die Nothwcndigkeit auch die dasige Lira,belle zu-besetzen. Der General Baragucv d'Hilliers that dieß. DieVerhandlungen mit Rom wurden fortgesetzt, gingen aber nichtvorwärts. Die Erfahrung hatte gezeigt, daß dortohne Drohungen und in Abwesenheit der militairi-schon Macht nichts zu erlangen sey. Der Obcrgc-neral kündigte zu Mapland seinen Abgang nach Rom an, ließden General Lah 0 sse mit 4ooc> Italiener» nach Bolognaaufbrechen, schickte eine Colonne von Zooo Franzosen eben dahin, undtbat deuGroßherzog von ToScana zu wissen, daß seine Truppen durch des-sen Staaten, nach Peruggia gehen würden. Dann reiste er wirklich selbstab, und verfügte sich nach Bologna. Manfredini kaui da-selbst zu ihm, um für das Interesse seines Herrn zu sorgen, undreiste mit der Ueberzeugung wieder ab, daß der französische Ge-neral nach Rom gehen werde. Für dicsesmal wurde dieser Hof nicht dasOpfer aller dieser Voraussetzungen. Er blieb unbeweglich, vbschon ermit den zu Wien entworfenen Plänen wohl bekannt war und de-ren Gelingen hoffte. Inzwischen war der Staats-Secretair dochverwundert, als er horte, daß der französische General zu Bo-logna sey. Allein der östreichische Minister sprach ihm Muth ein,indem er ihm verstellte, daß für ihre Absichten nichts glücklichersgeschehen könne, als den französischen General tiefer nach Italienhinzuziehen und wen» er Rom verlassen müsse, so würde daS uaiso vvrtheilhafter sevn, weil dann die Niederlage der Franzosen ander Etsch um so gewisser wäre.