Druckschrift 
4 (1823)
Entstehung
Seite
97
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er stellte sich an die Spitze seiner Division, steckte den Hut aufseinen Degen, als ob er eine Fahne trüge, und richtete in derAbtheilung, gegen welche er kämpfte, ein schreckliches Blmbad an.

Nachmittags bedachte jedoch der französische General, daß eswohl nun Zeit sei, diesem Stand der Dinge ein Ende zu machen.Denn wäre Vaubois am verfloßnen Tage von Davidowich geschla-gen worden, so hätte er in der folgenden Nacht ihm undMantua zu Hülfe eilen müssen. Dann wäre Alvinzi nach Ve-rona gegangen, hätte die Ehre sammt den Früchten des Sie-ges davon getragen, und die vielen in den letzten drei Tagenerrungenen Vorkheile wären verloren gewesen. Er ließ daher dieGefangenen genau zählen, berechnete die sonstigen Verluste desFeindes; und fand, daß derselbe in diesen drei Tagen mirso,»«» Mann schwächer geworden seyn muffe, daß also nun dessenStreitkräfte die unsrigen nur noch um etwas mehr, alsein Dritthcil ü verstiegen und gab daher die nöthi-gen Befehle, nu n die Sümpfe zu verlassen und denFeind nun in der Ebene anzngreifen.

Die Umstände hatten in den letzten drei Tagen die Stimmungder beiden Armeen in dem Grade verändert, daß uns der Liegnun gewiß war. Die Armee ging über die an der Mündung desAlpon geschlagene Brücke. Ellis, ein Adjutant des Ober- Ge-nerals, welcher den Auftrag hatte, eine zweite Brücke bauen zulüssn, verlor dabei das Leben Nachmittags um 2 Uhr wardie französische Armee in Schlachtordnung, ihr linker Flügel beiArcole und der rechte in der Richtung von Porto Lignano; dasfeindliche Heer ihr gegenüber; die Rechte desselben lehnte sich anden Alpon und die Linke an die Sümpfe. Der Feind hielt die Straßevon Montebello zu beiden Seiten besetzt. Der Adjutant Coret warmit 6 bis 700 Mann, 4 Kanonen und 200 Pferden von Lignanoaufgebrochcn, um die Sümpfe zu umgehen, welche die Brücke desFeindes deckten. Gegen 3 Uhr, als das Detachement der Garni-son von Lignano auf den Feind zueilte, als die Kanonade längs derganzen Linie lebhaft wurde und die Tirailleurs im Feuer waren,befahl der französische General dem Escadron-Chef Hercule mitbo Gulden und 4 oder ö Trompetern mitten durch das Schilf zugehen, und in dem nchmlicbcn Augenblick, wenn die Garnison vonLignano beginnen würde; den linken Flügel des Feindes von hin-ten mit Kanonen zu beschießen, auf die äußerste linke Flanke feuernzu lassen. Er führte diesen Auftrag mit großer Klugheit aus undtrug dadurch viel zu den glücklichen Erfolgen dieses Tages bei.Der Feind wurde überall geworfen, seine Linie durchbrochen und

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