Druckschrift 
4 (1823)
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Seite
96
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cch —

seyn. Aber iu dein nämlichen Augenblick kam die Nachricht, daßVaubois auf dem halben Wege zwischen Nivvli und Castel-Nooonoch seine Stellung halte und sie noch den ganzen Tag zu behaup-ten verspreche. Davidowich war der nämliche General, der eineder Divisionen commandirte, welche Wnrmser an der Chicsa hatteverrücken lassen. Er hatte nicht vergessen, wie das abgelaufenwar und ließ cs wohl bleiben, sich zu compromitiren- Indessen !

ließ Alvinzi, der gegen s Uhr Morgens von der rückgängige Be- ^

wegung der Franzosen Kunde erhielt, Arcole sogleich besetzen undschickte mit Tages-Anbruch zwei Colonnen aus die Dämme vonder Etsch und von Arcole, um uns aufzusuchen. Das Gewckr-fcucr begann 200 Loisen vor unsrer Brücke. Die Truppen gingen !

über dieselbe im Schnellschritt zurück, warfen sich aus den ze.nd, !

durchbrachen seine Massen und verfolgten ihn lebhaft bis zu den >

Morästen, die mit seinen Leichen angcfüllt wurden. Fahnen, La- I

nonen nnd Gefangne waren die Trophäen dieses Tages, an ml- !chem zwei andere Divisionen Alvinzi's geschlagen wurden. !

Gegen Abend, wiederholte der französische General, >

aus den nämlichen Ursachen nnd Vewegungsgründcn, das »am- ^

liche Manönvre, zog auf dem rechten Ufer der Etsch alle seineTruppen zusammen und ließ nur einen Vorposten auf dem linken.

ix. Dritter Tag, den 17. November.

Inzwischen brach Alvinzi, von einem Spion getäuscht, derversichert hatte, der französische General sei über die Etsch zurücknach Mantua gegangen und habe nur eine Arrieregarde in Roncozurückgelaffcn , mit den Tage auf, um die Brücke von Ronco zunehmen. Noch vor Sonnenaufgang erfuhren wir, daß bei Vauboisalles still geblieben sei und Davidowich sich nicht gerührt habe.Man ging jetzt auf das andere Ufer der Etsch zurück und die Spi-tzen der Colonnen begegneten auf der Hälfte der Dämme zweiandern Divisionen Alvinzi's. Es begann ein hartnäckiger Kampf— unsere Truppen waren abwechselnd vor und rückwärts.Einen Augenblick flogen die Kugeln bis auf die Brücke- Das ^steRegiment war durchbrochen — Jetzt stellte der Obergcneral dasS2ste Regiment in Hinterhalt, indem er es in ein kleines Weidcn-gehölz am Damme vor Arcole, mit dem Bauch auf die Erde sichlegen ließ. Diese .Halbbrigade sprang auf, gab Feuer auf denFeind, ging dann mit dem Vajonet auf ihn los und warf eineganze Colonne desselben, die eben so stark als lang war, in deuSumpf. Es waren 3 ooo Eroaten die dabei insgesammt umramcii.Masse»« war auf dem linken User in's Gedränge gekommen; aber