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mit Schrecken sah mau voraus, daß mit dem Herbst die Krankheitcn noch zunchmen mußten. Allerdings litt die Garnison andem nemlrchcn Mel und hatte gleichen Verlust.
X. Verhalten der verschiedenen italienischenVölker während diescr Krisis. — Die Stellung Italienshatte schon in den wenig Tagen, welche bis jetzt verflossen waren,Gelegenheit zu großen Entdeckungen gegeben. Alle Leidenschaftensah man im vollen Lichte, jedermann warf die Maske ab. Aefeindliche Parthei zeigte sich zu Cremona und Casal-magivre; einigeSpuren gleicher Art fanden sich zu Pavia. Die Lombardei, schienim Ganzen von einem guten Geiste beseelt; vornehmlich zn Mai-land bewies das Volk viel Kraft und Ausdauer. Es gewann un-ser Vertrauen und verdiente die Waffen, die es ohne Aufbörenvon uns erbat. Auch schrieb der französische General an dasselbe,zum Zeichen seiner Zufriedenheit: „Als die Armee ihren Rückzugantrat, als die Partisane Lestrelchs, und die Feinde der Freiheitsie ohne Rettung verloren glaubten, als ihr selbst noch nicht ah-nen konntet, daß dieser Rückzug eine bloße List war, habt ihrAnhänglichkeit an Frankreich, Liebe zur Freiheit bewiesen, habteinen Eifer, einen Charakter entfaltet, der euch die Achtung derfranzösischen Armee erworben hat und den Schutz der französische»'Republik verbürgt.
„Mit jedem Tage macht euer Volk sich der Freiheit würdiger,es gewinnt täglich mehr an Kraft und wird dereinst mit Ruhmauf der Schaubühne der Welt erscheinen. Empfangt die Versiche-rung meiner Zufriedenheit und des aufrichtigen Wunsches, welchenFrankreich hegt, euch frei und glücklich zu sehen." Die Völkervon Bologna, Ferrara, Reggio, Modena zeigten wahrhaftes In-teresse für unsre Sache. Parma hielt seinen Waffenstillstand, aberdie Regierung von Modena bewies sich als unsre offenbare Feind-in. Zn Rom wurden die Franzosen auf den Straßen insultirt;man proklamirte dort ihre Vertreibung aus Italien und verschobdie Erfüllung des Waffenstillstandes, so weit die Bedingungendesselben noch nicht vollzogen waren. Der Ober-General hätteein solches Benehmen, auf der Stelle rügen können, aber er hatteseine Gründe, anders zu handeln und das Strafgericht erst dannergehen zn lassen, wenn die Unterhandlungen nicht zur Reue füh-ren sollten. Der Kardinal Mattei, Erzbischoff von Ferrara, bezeig-te seine Freude bei der Nachricht von der Aufhebung der Bela-gerung von Mantua. Er federte die Völker auf zum Aufstandegegen die Franzosen, nahm Besitz von der Citadelle von Ferra-ra und pflanzte dort die Fahne mit der Farbe des Papstes auf,