— 8i —
sammcn, die den Tag zuvor dem ö st re ich i scheu linken Flügelbei Verona gegen über gestanden harten, der min dort keinenFeind gegen sich hatte. Da6 östreichische Heer bestand zum Lheilans sehr guten Truppen, aber auch ans mittelmäßigen; alle die-jenigen, welche mit Wurmser den Feldzug am Rhein gemacht hat-ten , waren vorzüglich zu nennen und mit der Hoffnung d> s Sie-ges erfüllt, entninthigt aber alle die Eadres der altern Armee,«Biche unter Beaulicn bei so vielen Gelegenheiten geschlagen wor-den war. Eine Maaßrcgel Wurmsers hatte besonders traurige Fol-gen für ihn, diese nämlich: das; der größte Lheil seines rechtenFlügels aus schwerfälligen Hungarn bestand, die, wenn sie einmalin Unordnung gebracht waren, sich ans jenen Gebirgen nicht wie-der heraus finden und mit ihrer Sprache niemand verständlich ma-chen konnten.
IX. Zweite Belagerung von Mantua. Die erstenTage nach Aufhebung der Blocade von Mantua wurden von derGarnison dazu augewendct, die Werke der Belagerer zu zerstören,und sowohl die Artillerie-Stücke als die Munition, die sie fan-den, in die Festung zu bringen. Aber die schnell ans einanderfolgenden Unfälle, welche Wurmser erlitt, brachten die Franzosenbald wieder vor diesen Platz zurück. Der Verlust der Artillerie-Equipage benahm die Hoffnung eine neue Belagerung unterneh-men zu können. Es war jene Equipage mit großer Mühe ausden verschiedenen italienischen Festungen zusammen gebracht wor-den und fast gänzlich verloren gegangen. Zudem wurde nun dieW.lierung schlecht, und cs wurde, in einer Zeit, wo das Climaseine Verwüstungen beginnt, die Eröffnung der Rrufgraben unddcr Drenst in denselben sehr nachtheilig für die Truppen gewordenscyu. Da also der französische General kein Belagerungs-Geschütz zur Hand hatte, womit er gewiß sepn konnte Mantuain stchs Wochen zu nehmen, so gab er cs auf, eine neue Artille-rie-Equipage hierzu Herstellen zu lassen, indem sie vielleicht erstdünn fertig geworden sepn würde, wenn neue Ereignisse ihn ge-nöthigt harten, mit wiederholtem Verlust derselben, die Belagerung zum zweitenmale aufznheben. Er begnügte sich daher mireiner bloßen Blocade; dcr General Sahngnet wurde damit beauf-tragt. Er griff Governolo und der General Dallemagne Borgo-Forte an. Sie besetzten diese Plätze und ganz Seraglio, warfenden Zeuch in die Festung und schloffen sie enger ein. Man strebte,die Schanzen und Werke um die Stadt zu vermehren, < um so we-nig Mannschaft als möglich zu bedürfen, denn die Wnth des Fie-bers verminderte die Zahl der Belagerer mit jedem Tage undl!. Cast- Lageb. II. Bo. iS. Doch. 0