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stecken. Maffena marschirte auf Montebaldo los und erreichte Co-rona wieder. Augereau ging auf dem Kamme der Gebirge hin,das linke Ufer der Etsch hinauf und gelangte so bis zu der Höhenon Ala. Der Feind erlitt beträchtlichen Verlust durch die man-cherlei Versuche, die er bei seinem Ruckzuge machte; seine Trup-pen waren ohne moralische Kraft.
Nach zwei verlornen Schlachten, wie die bei Lonato und Castig-lione mußte Wurmser wohl einsehen, daß er den Franzosen, von dem,was sic, um sich der Linie der Etsch zu versichern, besehen wollten,nichts mehr streitig machen könne. Er zog sich daher bis nach No-vercdo nnd Trient zurück. Auch das französische Heer bedurfteder Ruhe. Die Streitkräftc Wurmsers waren jetzt zwar noch im-mer den unsrigcn gleich, aber mit dem Unterschied, daß von nun !
an ein Bataillon von der italienischen Armee vier feindliche in die ^
Flucht schlug, und man von allen Seiten Kanone» und andere !
Kriegs - Bedürfnisse nahm und Gefangene machte. i
Cs ist wahr, Wurmser hatte die Besatzung von Mantua wie- 'der verproviantirt. Aber von seiner ganzen schönen Armee bliebenihm jetzt nur noch, mit Inbegriff der Cavalerie, ohngesähr so ibis 45,ooo Mann übrig. Nichts glich der Entmuthigung, der nio- !ralischen Verdorbenheit dieses zuvor so vortrefflichen Heeres, al» jetwa die ungcmaßigte Zuversicht, womit dasselbe den Feldzug be- !gönnen hatte.
Wurmsers Plan, der unter andern Umständen und gegen ei-nen andern Mann als sein Gegner war vielleicht gelungen wäre,mußte durchaus den unglücklichen Erfolg haben, den er gehabthat — mid wenn schon auf den ersten Blick es vielleicht scheint,daß die in so wenig Tagen bewerkstelligte Niederlage jenes zahl-reichen und stattlichen Heeres nur der Geschicklichkeit des stanz.Feldherrn zuzuschreibcn sey, welcher seine Mancnvres auf derStelle anordncte, indessen man gcgenscits nach früher im Allge-meinen gefaßten Beschlüssen handelte, so ist es doch bei nahemBetrachten nicht zu verkennen, daß jener Opcrations-Plan aufunrichtigen Basen ruhete. Es war ein großer Fehler, Corps, diekeine Verbindung unter sich hatten, einem fest in sich ver-bundenen Heere, dessen Communikationen sich leicht bewerk-stelligen ließen, entgegen zu stellen. Der rechte Flügel und dasCentrum konnte» nur über Roveredo und Vodron ihre Conmimü-kationen erhalten. Ein zweiter Fehler war, die Corps des rech-ten Flügels zu trenne» und ihnen verschiedene Bestimmungen zngeben. Diejenige Division, welche bei Brescia stand, hatte keinenFeind vor sich, und die bei Lonato traf dort mit de» Truppen zn-